Seit dem Russland aus dem Getreideabkommen ausgestiegen ist, ist das Schwarze Meer wieder zu einer sensiblen Angelegenheit im Ukrainekrieg geworden. Da die Russen von der Krim aus ukrainische Schwarzmeerhäfen bombardiert, wird Getreide von dort über Rumänien exportiert. Hier hilft die belgische Marine dabei, die Fahrtrouten der Schiffe von Minen zu räumen.
Minensuchen im Schwarzen Meer: Belgiens Marine nimmt an der "Operation Poseidon" teil
Die „Operation Poseidon“ ist eine internationale Minensuchübung, die vor allem in Rumänien stattfindet. Gemeinsam mit anderen Nato-Ländern üben belgische Marinesoldaten am Ort des möglichen Geschehens das Suchen von Minen. Schließlich hat Russland kürzlich erst angekündigt, die freie kommerzielle Schifffahrt in Sachen Getreideexport zu blockieren.
Aktuell aber droht hier eher Gefahr von Treibminen im Schwarzen Meer, die aus dem Norden, quasi aus dem potentiellen Konfliktgebiet hierhertreiben. Dabei setzt die belgische Marine ein Hightech-Suchgerät von Typ Remus ein, ein Gerät, das eher wie ein U-Boot-Torpedo aussieht. Doch Remus ist ein Sonargerät, dass den Meeresboden nach gefährlichen Gegenständen abscannt.
Die belgische Marine gilt seit Jahren als Expertin in Sachen Minensuchen. Heute geht das auch mit Sonarsuchgeräten und mit Laptops, also mit Geräten, die im Wasser das leisten können, was Drohnen in der Luft können. Noch immer werden im Schwarzen Meer übrigens alte deutsche Kontaktminen aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt, auch bei den Minensuchübungen von belgischen und rumänischen Marinesoldaten im Rahmen der „Operation Poseidon“.
