Die belgische Eisenbahngesellschaft NMBS/SNCB und die französische Bahngesellschaft SNCF Voyageurs prüfen die Möglichkeit, ab Ende 2024 eine klassische Schnellzugverbindung zwischen Brüssel und Paris anzubieten. Die beiden Gesellschaften haben ihre Pläne bereits den jeweiligen Eisenbahnbehörden ihrer Länder vorgelegt.
Diese neue Schnellzugverbindung soll die bestehenden Verbindungen zwischen beiden Hauptstädten mit Hochgeschwindigkeitszügen ergänzen. Dazu soll es am Tag mehrere Hin- und Rückfahrten zwischen Brüssel-Süd/Midi und Paris-Nord geben.
Die Fahrt soll jeweils etwa 3 Stunden pro Richtung dauern und in Belgien soll dieser Zug noch in Mons in der Provinz Hennegau einen Zwischenhalt einlegen. Über weitere Zwischenhalte ist noch nichts bekannt. Die Fahrkarten sollen zu einem „konkurrenzfähigen“ Preis angeboten werden. Wie hoch sie liegen sollen, muss noch festgelegt werden.
Aktuell läuft eine entsprechende Machbarkeitsstudie mit dem Ziel, diese Bahnverbindung so schnell wie möglich einrichten und anbieten zu können. Belgiens Verkehrsminister Georges Gilkinet (Ecolo) begrüßte dieses Vorhaben.
Gilkinet ist überzeugt davon, dass für eine solche Zugverbindung zu moderaten Fahrpreisen eine Nachfrage große besteht. Er wünscht sich übrigens, dass diese Züge früher fahren können, denn 2024 finden in Paris die Olympischen Spiele statt. Viele Belgier würden dort hinfahren wollen und „mit dem neuen Zugangebot geht das auch auf die umweltfreundlichste Art und Weise.“
Spannend wäre jetzt noch eine gleichartige Bahnverbindung zwischen Brüssel und Köln mit klassischen Schnellzügen und zu vernünftigen Fahrpreisen.
