Belgien und Costa Rica werden in Zukunft enger im internationalen Kampf gegen den Drogenschmuggel und den Drogenhandel zusammenarbeiten. Dazu unterzeichneten Bundesjustizminister Vincent Van Quickenborne (Open VLD) und Rodrigo Chaves Robles, der Präsident von Costa Rica, am Dienstag ein entsprechendes Abkommen (Foto).
Kampf gegen den Drogenschmuggel: Belgien schließt Kooperationsabkommen mit Costa Rica
Dazu hatte Justizminister Van Quickenborne den Präsidenten von Costa Rica im Senat (die Zweite Kammer des belgischen Bundesparlaments) in Brüssel empfangen. Dort unterzeichneten die beiden Politiker eine Absichtserklärung zur Intensivierung der Zusammenarbeit gegen Drogen und die damit zusammenhängende internationale Kriminalität.
„Costa Rica steht auf dem vierten Platz der Länder, aus denen im Hafen von Antwerpen beschlagnahmtes Kokain kommt. Wenn wir die Sicherung der Häfen dort erhöhen können und dies auch hier in Antwerpen bei den Schiffen, die aus Costa Rica kommen, haben beide Länder etwas davon“, so Justizminister Van Quickenborne.“
Beide Länder werden mehr strukturelle Informationen zu verdächtigen Schiffen, zur Behandlung dieser Schiffe, zum Be- und Entladen und zur möglichen Vorgehensweise der Kriminellen untereinander austauschen und teilen. Dies soll u.a. über die jeweiligen Schifffahrtsbehörden gewährleistet werden.
Im vergangenen Jahr wurden in Antwerpen 101 Tonnen Kokain aus Ekuador, 27 Tonnen aus Kolumbien, 11 Tonnen aus Panama und 10 Tonnen aus Costa Rica sichergestellt.
