Die flämische Landesregierung wird bis 2030 insgesamt 3 Schleusen an der Ober-Schelde in der Provinz Ostflandern erneuern. Dabei handelt es sich um die Schleuse von Asper bei Gavrere, die von Oudenaarde und die von Kerkhove bei Avelgem. Diese Schleusen wurden in den 1920er Jahren erbaut und entsprechen den heutigen Ansprüchen der Binnenschifffahrt nicht mehr.
Flandern erneuert 3 Schleusen aus den 1920er Jahren an der oberen Schelde
Bei den drei alten Schleusen besteht stets das Risiko, dass sie aus technischen Gründen ausfallen können und die können auch größere Schiffe nicht abfertigen. Deshalb traf das flämische Landesministerium für öffentliche Arbeiten, die Schleusen von Asper, Oudenaarde und Kerkhove zu erneuern.
„Diese Schleusen sind nicht nur veraltet, sondern sie entsprechen auch nicht mehr den Abmessungen, die wir heute brauchen, um größere Schiffe zu behandeln. Um die Betriebssicherheit zu erhöhen und um den Wasserweg aufzuwerten, ist es notwendig, die Schleusen zu erneuern“, so Flanderns Landesministerin für Verkehr und öffentliche Arbeiten, Lydia Peeters (Open VLD).
Die Landesregierung will das Upgraden der Schleusen über das Public-Private-Partnership-System DBFM (Design Build Finance Maintain) finanzieren. Hierbei sucht die Regierung nach einem Unternehmen, dass den Bau bewerkstelligen soll.
Das Projekt startet 2026 und soll bis 2030 abgeschlossen sein. Die Kosten sollen sich auf zwischen 21 und 25 Mio. € belaufen. Ministerin Peeters rahmt das Schleusenprojekt in die Aufholmaßnahmen, mit denen der Rückstand im Unterhalt von Nutzbauten, wie Schleusen, Tunnel, Brücken und Staudämmen abgearbeitet werden soll.
