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In den Voeren in der Provinz Limburg Mitte Juli 2021

Der flämische Katastrophenfonds zahlte seit dem Hochwasser 2021 noch keinen Euro Hilfe aus

Der extreme Starkregen der Mitte Juli 2021 vor allem die Wallonie heimsuchte, verursachte auch Schäden in Flandern, doch bisher hat der flämische Katastrophenfonds den Opfern von damals noch keinen einzigen Euro überwiesen. Vor allem in der Provinz Limburg waren die Hochwasserschäden in einigen Gemeinden erheblich, als Bäche und Flüsse über die Ufer traten.

Andreas Kockartz
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Die Versicherungen haben inzwischen den Opfern der Unwetterkatastrophe in Flandern Entschädigungen in Höhe von rund 2,4 Mia. € ausbezahlt. Für die Betroffenen, die gegen solche Schäden nicht versichert waren, kommt der flämische Katastrophenfonds auf. Aus 74 betroffenen Gemeinden wurden insgesamt 377 Dossiers eingereicht, von denen 59 abgewiesen wurden. Insgesamt soll dieser Fonds den anderen Geschädigten insgesamt rund 11,2 Mio. € auszahlen.

Doch auch 2 Jahre nach dem Unwetter wurde davon noch kein einziger Euro überwiesen. Aus dem Kabinett von Flanderns Ministerpräsident Jan Jambon (N-VA) verlautete dazu nach einer Meldung der flämischen Tageszeitung Het Belang Van Limburg am vergangenen Wochenende: „Wir sehen zu, dass wir die Beträge nach dem Sommer ausbezahlen.“ 

Personalmangel?

Der flämische Katastrophenfonds existiert seit dem 1. Juli 2014, also seit in Belgien diese Zuständigkeit regionalisiert wurde. „Am Anfang dieser Regierungsperiode kämpfte der Katastrophenfonds mit einem unbesetzten Amt und mit einer großen Personalfluktuation“, so die flämische Landtagsabgeordnete Karolien Grosemans (N-VA) gegenüber Het Belang Van Limburg. Sie kommt aus der limburgischen Gemeinde Herk-de-Stad, die im Juli 2021 zu den betroffenen Kommunen gehörte.

Zusammen mit der extremen Trockenheit 2020 war das Hochwasser von 2021 eine bisher auch in diesem Umfang nie dagewesene Katastrophe, so Grosemans: „Um dem Gerecht zu werden, wurde zusätzliches Personal angeworben. Zuerst wollen wir die Expertisen der Trockenheit von 2020 abarbeiten. Erst danach beginnen wir mit den Expertisen für das Hochwasser 2021. Beide Katastrophen müssten bis zum Jahresende größtenteils abgeschlossen werden können.“ 

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