Zum Hauptinhalt springen
Mitarbeiter des Roten Kreuzes in Trooz im Wesertal nach der Flut

Zwei Jahre nach der Flut im Wesertal: Der Krisenstab des Roten Kreuzes Belgien löst sich auf

Fast genau zwei Jahre nach der verheerenden Flut- und Hochwasserkatastrophe im Osten Belgiens hat das Rote Kreuz Belgien Bilanz gezogen. Der Krisenstab des Roten Kreuzes, der damals gebildet wurde, wird Ende Juli aufgelöst. Dieses Krisenzentrum dient bis heute zur Unterstützung der von der Katastrophe betroffenen Menschen. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

In dieser Woche traf man sich in Nessonvaux, eine Teilgemeinde von Trooz im damals schwer getroffenen Wesertal zwischen Verviers und Lüttich, um Bilanz zu ziehen. Die Katastrophe forderte am 14. Juli 2021 39 Menschenleben und rund 100.000 Personen waren mehr oder weniger schwer von dem extremen Hochwasser nach einem nie dagewesenen Starkregen betroffen. Rund 12.000 Personen wurden durch diese Katastrophe obdachlos.

Insgesamt kamen beim Roten Kreuz konkret in diesem Zusammenhang rund 44,4 Mio. € zusammen. Eine so hohe Spendensumme hatte man dort noch nie eingenommen. Allerdings war die Spendenbereitschaft damals im ganzen Land sehr hoch. Diese Mittel, die inzwischen unter den Bedürftigen verteilt werden konnten, waren bitternötig, denn das Leid und die Schäden waren groß.

Das Rote Kreuz bleibt weiter aktiv

Rund 70.000 Menschen erhielten direkt oder indirekt eine Unterstützung: Unterkunft, medizinische Versorgung, Mahlzeiten oder auch direkte finanzielle und psychosoziale Hilfe - auch langfristig. Zum Wiederaufbau der betroffenen Städte und Gemeinden gehörte auch die Wiederherstellung der sozialen und kulturellen Infrastruktur, die noch immer nicht ganz beendet ist.

Auch wenn der Krisenstab in knapp zwei Wochen aufgelöst wird, bleibt das Rote Kreuz Belgien weiter aktiv in der Region, auch und gerade in der Provinz Lüttich, die am meisten getroffen wurde. Hier will man weiter an der Seite der Menschen bleiben und dementsprechend wurden auch die Spenden verteilt: 37,3 Mio. € flossen in die direkte Nothilfe und 7, 1 Mio. € sind für langfristige und nachhaltige Unterstützung weiter vorgesehen. 

Hilfe im Wesertal
Hilfe im Wesertal
Hilfe im Wesertal

Lesen Sie mehr über

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5