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Zeeland will Freibäder für belgische Jugendliche sperren – Flanderns Jugendminister protestiert

Flanderns Landesjugend- und Medienminister Benjamin Dalle (CD&V) reagiert äußerst ablehnend auf die Maßnahme der Behörden einiger niederländischer Gemeinden in Zeeland nahe der Grenze zu Ostflandern, nach denen belgischen Jugendlichen der Zugang zu Freibädern aus Angst vor Randale verwehrt werden soll.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Solche Sperrungen von Freibädern oder Freizeitanlagen für Jugendliche aus dem grenznahen Belgien sind in den Gemeinden Axel, Sas van Gent und Terneuzen (Video oben) in der Provinz Zeeland erlassen worden. Nachdem in der Provinz Ostflandern die Sicherheits- und Zugangsmaßnahmen bei Freibädern oder Freizeitanlagen nach Fällen von Randale verschärft wurden, gab es solche Vorfälle auch in Bädern in Zeeland, die von Jugendlichen aus Belgien ausgelöst wurden.

Daraufhin wurde bekanntgegeben, dass in einigen dieser Freibäder ab dem kommenden Wocheende nur noch Gäste aus der eigenen Umgebung bzw. aus den Niederlanden zugelassen sind. Zudem werden die Bademeister und die Sicherheitsleute in den zeeländischen Freizeitanlagen mit Bodycams ausgerüstet.

Flanderns Landesminister für Jugendangelegenheiten, der flämische Christdemokrat Benjamin Dalle (CD&V) hält die Vorgehensweise der lokalen Behörden in der Nachbarprovinz Zeeland für überzogen: „Das sind disproportionale, übertriebene und wenig zielgerichtete Maßnahmen. Ich verstehe, dass sie ein Problem haben und nach Lösungen suchen. Wahrscheinlich ist das nicht so gemeint, doch die Art und Weise, wie man das da in Zeeuws-Vlaanderen und in Terneuzen anpackt, scheint mit doch der falsche Weg zu sein.“

Auch die Bodycams hält Dalle für völlig überzogen: „Das ist problematisch. Wo soll das noch hinführen, wenn man sogar dort, wo man nur in Badekleidung rumläuft, ständig gefilmt wird. Ich glaube, das geht zu weit.“  

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