„Wenn es in Paris regnet, dann tröpfelt es in Brüssel“, so lautet ein Sprichwort. Während in Paris Maßnahmen ergriffen werden sollen, um SUV’s aus der Innenstadt zu bannen, denkt man auch in Brüssel laut darüber nach, ob und wie man das dort auch machen könnte. „SUV’s sind zu schwer, zu groß und zu gefährlich“, heißt es auch in der belgischen Hauptstadt.
Paris plant Einschränkungen für SUV’s - Brüssel denkt ebenfalls darüber nach
„In den letzten Jahren sehen wir auch große Trucks im Straßenbild auftauchen und das ist ein Problem“, sagt Brüssels regionale Verkehrsministerin Elke Van den Brandt (Ecolo) dazu: „Sie nehmen viel Platz ein und sie sind umweltverschmutzend und sie bilden vor allem ein Sicherheitsrisiko. Man sitzt höher, die Motorhaube ist länger und schwache Verkehrsteilnehmer sind weniger sichtbar. Wir beobachten um Ausland mehr Unfälle mit SUV’s und dass wollen wir hier vermeiden.“
Inzwischen gehen immer mehr Städte gegen SUV’s vor: Paris, Lyon und Grenoble in Frankreich, Amsterdam in den Niederlanden und jetzt auch die belgische Hauptstadt Brüssel. Verbote, Parktarifanhebungen oder höhere Besteuerungen können passende Mittel sein, so Fachleute.
Große SUV’s und Megatrucks sind an den Kontext einer Stadt nicht angepasst.“
Brüssels Verkehrsministerin Elke Van den Brandt
„Große SUV’s und Megatrucks sind an den Kontext einer Stadt nicht angepasst. Hier nutzt man das Auto oft für kurze Abstände und für kleine Besorgungen. In den Ardennen, ja, doch in einer Stadt ist ein SUV nicht die richtige Wahl. In einer Stadt sind kleinere Autos sauberer, sicherer und praktischer“, so die Ministerin. Die Region Brüssel-Hauptstadt hat inzwischen eine Studie bestellt, um aufzuzeigen, wo die Probleme und wo die Lösungen im Umgang mit SUV’s im Zentrum der Stadt liegen.
Ziel ist, bis zum Verhandeln eines neuen Koalitionsabkommens nach den Wahlen im kommenden Jahr eine Basis vorliegt, mit der man in diesem Hinblick arbeiten kann. Weniger bis keine solchen Freizeitfahrzeuge (SUV steht für „sports utility vehicle“) sind besser für die Verkehrssicherheit und für die Lebensqualität in den Städten, so die allgemeine Ansicht von Städtebauern und Verkehrsexperten.
