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Inland
Justiz

Bisher schon 43 Tonnen Kokain im Antwerpener Hafen entdeckt

In den ersten 6 Monat dieses Jahres wurden in Hafen von Antwerpen schon 43 Tonnen Kokain beschlagnahmt, wie aus den Zahlen des belgischen Zolls ersichtlich ist. Die Drogen sind z.B. in Bananenlieferungen versteckt oder auch in den Kühlsystemen von Containern. Zoll und Polizei kennen die Verstecke, auch wenn die Drogenschmuggler erfinderisch sind. 

Andreas Kockartz
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„Wir investieren weiter in Material und in Personal, um die Gesellschaft und den Hafen nicht aus der Bahn zu werfen. Das sichere Funktionieren des Hafens ist essentiell“, so Bundesfinanzminister Vincent Van Peteghem (CD&V), der auch Belgiens Aufsichtsminister für die Zollbehörden ist. Im ersten Halbjahr 2023 entdeckten Polizisten und Zöllner im Hafen von Antwerpen 43.431 Kilogramm Kokain und nebenbei noch 2.803 Kilogramm Heroin und 161 Kilogramm MDMA, ein Bestandteil für synthetische Drogen.

Im gleichen Zeitraum 2022 lag die beschlagnahmte Kokainmenge bei 35.833 Kilogramm, so die Zollstatistik. Vergleichsweise wenig, doch im zweiten Halbjahr wurden noch große Mengen Kokain entdeckt, was letztes Jahr wieder zu einer Rekordzahl führte. 2021 lag die Menge noch höher, doch dies hatte mit entscheidenden Fahndungserfolgen nach der europaweiten Aktion Sky ECC zu tun. Die Frage lautet natürlich immer: „Wie hoch ist die Menge des Kokains, dass nicht gefunden wird…?“

Lateinamerika

Überraschend ist es nicht, dass die Herkunftsländer in erster Linie lateinamerikanische Staaten sind, vor allem Ekuador, Panama, Brasilien und Kolumbien. Der klassische Schmuggel läuft über Container, in denen die Drogen versteckt werden, um diese am Zielort zu „entladen“. In den allermeisten Fällen wissen weder der Versender, noch der Empfänger der Container, dass diese für Drogenschmuggel genutzt wurden.

Zoll, Polizei und Hafenbehörden rüsten weiter auf. Seit geraumer Zeit läuft im Antwerpener Hafen die Aktion „100 % Scanning von Risikocontainern.“ Noch im laufenden Jahr sollen 5 weitere mobile Scananlagen zum Einsatz kommen und die Personalstärke wird weiter angehoben. Inzwischen aber kommen Kokain und andere Drogen auch in den anderen Häfen, vor allem in den kleineren Häfen an, z.B. in Zeebrügge oder im Fusionshafen Gent-Terneuzen-Vlissingen.  

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