In Aalst (Provinz Ostflanden) gibt es viel Aufregung um eine neue Kampagne der Stadt gegen den allgegenwertigen Straßenmüll. Eines der Plakate zeigt drei schwarze Jugendliche, die von hunderten Zigarettenkippen umgeben sind. Mit dem Slogan "An jedem coolen Fleck in Aalst liegt ein dreckiger Kippenhaufen". Das Plakat löste viel Kritik und auch rassistische Kommentare aus. Bürgermeister Christoph D'Haese (N-VA, flämische Nationalisten) hat inzwischen eingegriffen unddie Plakate werden nicht mehr in den Straßen zu sehen sein.
Neues Plakat gegen Vermüllung in Aalst sorgt für viel Kritik und rassistische Kommentare
Das Plakat erregt in Aalst großes Aufsehen. Viele Menschen finden das Plakat rassistisch und kritisieren es. Auch in den sozialen Medien gibt es viele rassistische Reaktionen auf das Foto. Bürgermeister Christoph D'Haese (N-VA) gibt zu, dass die Botschaft falsch rüberkommen könnte.
D'Haese bedauert, dass der Schwerpunkt nicht mehr auf der Kampagne gegen den Müll im Straßenbild liegt. "Der Fokus sollte auf die überall herumliegenden Zigarettenkippen liegen. Es war auch beabsichtigt, eine konfrontierende Kampagne zu starten, da die Vermüllung im letzten Jahr um 60 Prozent zugenommen hat. An sich ist auch an dem Bild und dem Text nichts auszusetzen, es kommt darauf an, mit welcher Brille man es betrachtet. Aber mir ist klar, dass das Bild aus dem Zusammenhang gerissen werden kann. Es ist sicher nicht dazu gedacht, eine bestimmte Bevölkerungsgruppe zu stigmatisieren, ganz im Gegenteil.“
Plakat nicht mehr im Straßenbild zu sehen
"Leider löst diese Kampagne viele Kommentare aus. Um nicht noch mehr Aufregung zu verursachen, wird das Plakat nicht mehr im Straßenbild zu sehen sein. Es war jedoch bereits in den sozialen Medien verbreitet worden. Mir ist völlig klar, dass es heikel war und dass Leute mit weniger guten Absichten versucht haben, dem Ansehen von Aalst zu schaden. Das war sicher nicht beabsichtigt, denn wir sind eine sehr integrative Stadt", so D'Haese abschließend.
