In Tongeren in der Provinz Limburg konnten die Krönungsfeste ohne Unterbrechung durch das schlechte Wetter durchgeführt werden. Dabei handelt es sich um eine Prozession mit rund 3.400 Statisten, die zwei Wochenenden lang dauert, die aber nur alle 7 Jahre stattfindet. So etwas kann man nicht verschieben, haben sich die Leute in Tongeren gedacht und einfach weitergemacht.
Kurzzeitig drohte der Regen, der Prozession ein Problem zu bereiten, doch die Bürger von Tongeren waren auf alle Eventualitäten vorbereitet und die rund 50.000 Zuschauer des zweiten Veranstaltungswochenendes, die teilweise von weit her angereist waren, ließen sich von einigen Regenschauern nicht beeindrucken.
Mit dem letzten Abendspiel der Krönungsfeste wurde das Marienbild wieder an seinen angestammten Platz in der Basilika zurückgebracht. Die Krönungsfeste von Tongeren sind 1890 entstanden, als das Marienbildnis zum ersten Mal gekrönt wurde.
Die Marienverehrung, wie sie in der Bibel zu lesen ist, gehört zur Seele der Menschen in Tongeren. Dies sagt Peter Severeijns, der Vorsitzende des Krönungskomitees der Stadt: „Das sitzt hier in Tongeren in der DNA der Menschen und das kommt dadurch, dass wie Verehrung Marias in unseren Breitengraden entstanden ist. Auf jeden Fall nördlich der Alpen ist dies die erste Region, in der Marienkirchen gebaut wurden. Diese Verehrung wird von Generation zu Generation weitergegeben.“
