Die Stadt Genk in der flämischen Provinz Limburg wagt einen auffallenden Versuch, um gegen wilden Müll in einigen Geschäftsstraßen vorzugehen. Hier soll unter anderem der Duft von frischen Zitronen Zeitgenossen auf andere Gedanken bringen, die ihren Abfall einfach irgendwo hinwerfen oder zurücklassen.
Versuch in Genk: Zitronenduft gegen wilden Müll in den Geschäftsstraßen
„Studien haben ergeben, dass viel schneller dort Müll weggeworfen wird, wo es dunkle Ecken und wenig soziale Kontrolle gibt“, sagt Erhan Yilmaz (CD&V) dazu, der Genter Schöffe für öffentliche Arbeiten: „Deshalb stellen wir auf dem Parkplatz in de Stalenstraat Bewegungsmelder, die mit projizierten Augen kombiniert sind, auf. So schaffen wir ein Gefühl von Beobachtung, wenn das Licht angeht, wenn jemand dort etwas wegwerfen möchte.“
Daneben werden dort Hinweise auf den Boden gedruckt, die auf Mülleimer in der Nähe hinweisen und es können Mülltüten zum Stückpreis aus Spendern gezogen werden. Hinzu kommen Porträtfotos von lokalen Geschäftsleuten, die um Mithilfe bei der Sauberkeit bitten.
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"Nudget by Nose"
Aber vor allem wird in Genk auf die Ergebnisse der Resultate des „Nudget by Nose“-Projekt gewartet, wie Schöffe Yilmaz andeutet: „An der Stalenstraat stellen wir drei sogenannte ‚Nudget by Nose‘-Vogelhäuschen auf. Diese Verbreiten den Duft von frischen Zitronen. Auch hier ist aus Studien ersichtlich, dass das Riechen nicht nur unser stärkstes Sinneswerkzeug ist, sondern unser Gehirn assoziiert frische Düfte mit ‚sauber‘ und ‚rein‘. Gerüche sind übrigens eine Art Universalsprache, die jeder, der in diesem Viertel wohnt, spricht.“
Die Maßnahmen, die in der Stalenstraat in Genk ausprobiert werden, sollen bei entsprechendem Erfolg auch auf die Vennestraat ausgeweitet werden. Hier bietet Genk besonders viele Snackbars, Restaurants, Bistros und Cafés…
