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Einmaliger Blick hinter die Kulissen der Briefmarken-Druckerei in Mechelen

Rund 1.000 Personen hatten in dieser Woche das seltene Glück, die Briefmarken-Druckerei in Mechelen (Prov. Antwerpen) besichtigen zu dürfen. Sie konnten erfahren, wie Briefmarken entworfen und gedruckt werden. Die Druckerei besteht bereits seit 154 Jahren, doch ein Blick hinter die Kulissen wird hier nur alle paar Jahre gewährt. 

Andreas Kockartz
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Unter den Besuchern waren auch einige begeisterte Briefmarkensammler und Philatelisten, die auch davon profitierten, dass zu diesem Anlass spezielle Marken ausgegeben wurden, die nicht in den Handel kommen. Die Sammler befürchten, dass sie eine aussterbende Rasse sind, denn wer schreibt heute noch Briefe und wer braucht noch Briefmarken.

Doch Carla De Boodt von der belgischen Post (Bpost) hält dagegen: „Die Zahlen sind vielleicht stark rückläufig, doch wir drucken hier in Mechelen noch immer über eine Million Briefmarken, auch wenn dabei Aufträge aus dem Ausland sind.“ Briefmarken werden sowohl als Zeichnung als auch auf digitalem Wege entworfen, wie De Boodt erklärte: „Das sind kleine Kunstwerke, die sowohl handgemacht, als auch digital entstehen.“

(Lesen Sie bitte unter dem Foto und dem Video weiter)

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"Visitenkarten eines Landes"

Einer, der für Bpost Briefmarken entwirft, ist Geert Wille (Foto unten) und der hat bei der Post schon eine interessante Laufbahn hinter sich: „Ich habe als Briefträger angefangen, aber ich hatte vorher eine Ausbildung als Grafiker. Jetzt habe ich endlich die Chance ergriffen, um mich als Grafiker hier vorzustellen. Heute bin ich also einer von denen, die die belgischen Briefmarken entwerfen.

Auch Wille erinnerte beim Tag der offenen Türe an seinem Arbeitsplatz daran, dass man die Briefmarke auch heute noch nicht unterschätzen sollte: „Sie sind die Visitenkarten eines Landes, eine Art Statussymbol. Wenn man einen Brief verschicken will, ist die Briefmarke das, was die Leute als erstes sehen. Es ist ein Miniaturkunstwerk von ihrem Land.“ 

Geert Wille

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