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Belgiens Bundespolizei lanciert eine Kampagne gegen Menschenschleuser

Wer eine verdächtige Situation beobachtet, die auf Menschenschmuggel hinweisen könnte, soll dies so schnell wie möglich der Polizei melden. Dies ist die Botschaft, die die belgische Bundespolizei mit ihrer aktuellen Kampagne „Gemeinsam im Kampf gegen Menschenschmuggel: Helfen Sie, Leben zu retten“ bringen möchte. 

Andreas Kockartz
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Mit dieser Kampagne sollen nicht nur die Bürger aufmerksam auf solche Fälle gemacht werden und auch machen, sondern auch Geschäftsleute, heißt es dazu bei der Polizei: „Sehen sie ein verdächtiges Boot oder kauft jemand viele Schwimmwesten? Dann rufen Sie die Polizei oder wählen Sie die Notrufnummer 112! So etwas kann auf Schleuser hinweisen.“ Wenn man am Strand ein Boot entdeckt, auf dem viele Menschen sind, kann das ebenso auf einen Schleuserfall hinweisen, wie auch im Sand vergrabene Boote oder Autos in Strand- oder Küstennähe, die ein Boot auf einem Anhänger geladen haben.

Händler und Geschäftsleute sollten ebenfalls aufmerksam sein, denn nicht selten kaufen in Nordfrankreich aktive Schleuserbanden Material, dass für die Überfahrt nach Großbritannien über den Ärmelkanal nötig ist: Schwimmwesten, Boote usw. An Berger von der belgischen Bundespolizei sagte dazu gegenüber VRT NWS: „Passen Sie auf Leute auf, die massenhaft Schwimmwesten, Bootsmotoren oder anderes Material kaufen. Auch Personen, die ihre Käufe schnell erledigen wollen oder die wenig technische Ahnung haben und auch Leute, die ein Boot bar bezahlen wollen, sollten gemeldet werden.“

Bis vor kurzem versuchten Migranten auf dem Weg zu den britischen Inseln vor allem in Laderäumen von Lastwagen auf Fähren nach England oder Schottland zu gelangen, doch in letzter Zeit häufen sich auch hier Fälle von Menschenschmuggel mit kleinen Booten aus Nordfrankreich. Bundesinnenministerin Annelies Verlinden (CD&V) hält grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Belgien und Frankreich in dieser Sache für wichtig: „Wir wissen, dass sie meisten Bötchen in Nordfrankreich ausfahren, doch die logistische Kette durchläuft auch Belgien. Wir setzen auch in unserem Land aus Solidarität mit Frankreich und um Menschenleben zu retten, auf internationale Zusammenarbeit bei diesem Problem.“

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