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400 Umweltaktivisten besetzen die Baustelle für ein Gaskraftwerk in Flémalle bei Lüttich

Seit Mittwochabend besetzen rund 400 Aktivisten der Umweltorganisation „Code Rot“ die Baustelle für ein neues Gaskraftwerk des Energie-Produzenten Engie in Flémalle in der Provinz Lüttich. Die Aktivisten sind der Ansicht, dass für ein solches Kraftwerk „auf einen Planeten, der seine Grenzen erreicht hat“, kein Platz mehr ist. Im Laufe des Tages zogen Vertreter von "Code Rot" und der Gewerkschaften vor die Engie-Zentrale in Brüssel. 

Andreas Kockartz
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Den Aktivisten von „Code Rot“ war es am Mittwochabend gelungen, trotz massiver Polizeipräsenz, das Gelände von Engie in Flémalle bei Lüttich zu besetzen. Die Umweltschützer wollen verhindern, dass hier der Bau eines neuen Gaskraftwerks beginnen kann.

Einige der Aktivisten haben sich an Maschinen festgekettet, andere hingen Spanntücher an Kränen auf. Im Laufe des Abend entstand dort auch ein Zeltlager, das darauf schließen lässt, dass die Aktion lange dauern soll.

Eine kleinere Gruppe von „Code Rot“ demonstrierte zudem symbolisch vor dem nicht weit davon entfernten Atomkraftwerk Tihange. 

Es ist inzwischen sicher, dass wir die Auswirkungen des Klimawandels durch den Schadstoffausstoß der noch bestehenden fossilen Kraftwerke nicht mehr einschränken können.“

Aktivist von „Code Rot“

„Code Rot“ ist eine Organisation, die aus 25 Umwelt- und Sozialverbänden besteht. Dazu gehören z.B. Youth for Climate und Extinction Rebellion Belgium.

„Wir wollen allen bewusst machen, wie sinnlos der Bau von solchen umweltverschmutzenden Kraftwerken ist“, sagte einer der Aktivisten gegenüber der Presse: „Es ist inzwischen sicher, dass wir die Auswirkungen des Klimawandels durch den Schadstoffausstoß der noch bestehenden fossilen Kraftwerke nicht mehr einschränken können. In dem Engie ein neues baut, legt man eine Hypothek auf unsere Zukunft.“

Die Bewegung kritisiert in diesem Zusammenhang auch, dass der Sozialtarif für Energie nach der Krise für hunderttausende Belgier seit dem 1. Juli wegefallen ist. „Code Rot“ plant in den nächsten Tagen weitere Protestaktionen in Belgien. Die Polizei bleibt vor Ort, lässt die Umweltschützer aber gewähren. 

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter) 

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Proteste auch vor der Engie-Zentrale in Brüssel

Vor dem Hauptgebäude von Engie in Brüssel trafen sich die Gewerkschaften und Vertreter der Umweltbewegung „Code Rot“ zu einer weiteren Aktion. Sie werfen Engie vor, dass der Konzern seinen Aktionären Dividenden in Höhe von rund 3 Mia. € auszahlen, während die Energiepreise weiter vergleichsweise hoch bleiben würden und während in Belgien der Sozialtarif für Energie ausgelaufen ist. Vor allem die Gewerkschaften erinnern den Konzern daran, dass auch er eine große gesellschaftliche Verantwortung trage. 

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