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Meryame Kitir
Inland
Politik

Die flämische Sozialistin Meryame Kitir verlässt die politische Bühne

Die Abgeordnete und ehemalige Ministerin Meryame Kitir (Vooruit, Foto) zieht sich aus der Politik zurück. Die flämische Sozialistin hatte schon vor einiger Zeit ihr Amt als Bundesministerin für Entwicklungszusammenarbeit und Großstädte abgegeben. Damals führte sie mentale Probleme an. Sie ist nicht die einzige Politikerin, die ankündigt, die politische Bühne zu verlassen. 

Andreas Kockartz
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Allerdings wurden nach ihrem Rücktritt auch interne Probleme innerhalb ihres Kabinetts bekannt. Zunächst sollte dieser Rücktritt nur befristet sein, doch Ende Dezember übernahm ihre Vertreterin Caroline Gennez definitiv ihr Amt.

Meryame Kitir (43) wurde bekannt als besonders aktive sozialistische Gewerkschaftsdelegierte im Rahmen der Schließung des Ford-Werks in Genk in der Provinz Limburg 2012. Die Fließbandarbeiterin von Ford ging 2006 in ihrer Heimatstadt Maasmechelen in die Politik.

Die türkischstämmige Limburgerin war insgesamt 17 Jahre lang in der flämischen Kommunal- und in der belgischen Bundespolitik (2007-2022) aktiv. Vor ihrem Ministeramt war sie 5 Jahre lang Fraktionsvorsitzende der flämischen Sozialisten (SP.A, heute Vooruit).

Am Montag ließ sie wissen: „Das wird mein letztes Mandat sein. Es ist Zeit für ein neues Kapitel. (…) Was meine Zukunft betrifft, das werde ich in der nächsten Zeit entdecken. Ich trage einen Rucksack voller Erfahrungen und Netzwerke mit mir und will mich gerne weite gesellschaftlich einbringen.“  

Auch die frankophone Politikerin Catherine Fonck zieht sich zurück

Am Wochenende wurde bekannt, dass die frankophone Christdemokratin Catherine Fonck (Les Engagés, Foto unten) bei den Parlamentswahlen 2024 nicht mehr zur Verfügung steht. Fonck ist seit 2003 in der Politik. Zunächst bekleidete sie verschiedene Ämter in der wallonischen Region, um danach auf der belgischen Bundesebene ins Parlament zu ziehen. Derzeit ist sie die Fraktionsvorsitzende ihrer Partei in der Ersten Kammer des belgischen Bundesparlaments.

Die 54-Jährige ließ wissen, dass sie von der Politik enttäuscht sei, denn diese habe sich als wenig Effizient erwiesen und liefere kaum Resultate. Sie sagte auch, dass sie mit ihrer Entscheidung den Weg für eine politische Erneuerung freimachen wolle.

In letzter Zeit häufen sich in Belgien solche Entscheidungen. Auch in Flandern ziehen sich auffallend viele Bundes- oder Landespolitiker von der großen politischen Bühne zurück und wechseln eher auf die kommunale Ebene. Das betrifft in Flandern die Grünen (Groen) und die Liberalen (Open VLD). 

Catherine Fonck

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