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Inland
Justiz

Der Brüsseler Terrorprozess geht in die letzte Woche

Am diesem Montag beginnt die letzte Woche im Prozess um die Terroranschläge vom 22. März 2016. In dieser letzten Woche kommt zunächst die Verteidigung der Brüder Smail und Ibrahim Farisi (Zeichnung) zu Wort. Beide stehen im Verdacht, Teil der islamistischen Terrorgruppe zu sein, die die Anschläge verübte, weil sie einigen der Angeklagten eine Wohnung weitervermietet hatten, die als Safehouse genutzt wurde.

Andreas Kockartz
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Smail Farisi hatte sein Studio in der Kazernenlaan im Brüsseler Stadtteil Etterbeek an den Selbstmordterroristen Ibrahim El Bakraoui untervermietet. Von dort aus begaben sich dieser, dessen Bruder Khalid und Osama Krayem zur Metro, um sich später in der Metrostation Maalbeek in die Luft zu jagen. Smail Farisi sagt dazu, dass er nicht gewusst habe, wozu seine Wohnung gebraucht wurde und mit den Terrorplänen habe er erst recht nichts zu tun.

Die Anklage bat die Geschworenen im Vorfeld, ihn lediglich wegen der Teilnahme an terroristischen Aktivitäten zu verurteilen, nicht aber wegen terroristischem Mord und Mordversuchen. Für dessen Bruder Ibrahim empfiehlt die Staatsanwaltschaft den Freispruch. Er hatte seinem Bruder nach den Anschlägen dabei geholfen, die Wohnung zu säubern, ohne jedoch gewusst zu haben, warum sein Smail das Studio leerräumte.

Ab Dienstag sollen dann die Repliken beginnen, doch zuvor will die Gerichtsvorsitzende Laurence Massart die Fragenliste besprechen, über die sich die Geschworenen beugen sollen. Die Zivilparteien ließen bereits durchscheinen, dass sie viele Repliken haben und es ist undeutlich, wie lange diese dauern werden.

Zu guter Letzt bekommen die Angeklagten das letzte Wort. Die Vorsitzende deutete aber bereits an, dass auch am Freitag noch gesprochen werden kann. Sie will aber auf jeden Fall erreichen, dass sich die Geschworenen spätestens Ende der kommenden Woche zu ihren Beratungen zurückziehen können.      

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