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Inland
Justiz

Unruhen in Frankreich greifen auf Brüssel über: Brennende Autos und dutzende Festnahmen

Am Donnerstagabend und in der Nacht zum Freitag kam es zu Krawallen im Brüsseler Anneessens-Viertel und in der Umgebung des Südbahnhofs. Nach Angaben der Polizei hatten Jugendliche in den sozialen Medien nach dem Tod eines 17-Jährigen in Frankreich bei einer Polizeiaktion zu Randale in der belgischen Hauptstadt aufgerufen. Die Randalierer zündeten u.a. Autos an. Die Polizei nahm 64 Personen fest. Im Laufe des Tages zollte Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) den Polizisten, die in der vergangenen Nacht hier im Einsatz waren, seinen Respekt. 

Andreas Kockartz
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„Jugendliche, die sich getroffen hatten, spielten mit den Ordnungskräften ein Katz- und Mausspiel“, so die Polizei. Insgesamt wurden 63 Personen zu erkennungsdienstlichen Zwecken festgenommen - 47 Minderjährige und 17 junge Erwachsene. Gegen eine weitere minderjährige Person wurde Haftbefehl erlassen.

Dutzende junge Leute hätten sich am Südbahnhof und in Anneessens getroffen und zu randalieren begonnen. Polizei und Feuerwehr waren massiv vor Ort. Auf Bildern, die mit Mobiltelefonen aufgenommen wurden, ist zu sehen, wie an verschiedenen Stellen Autos brannten, doch die Feuerwehr hatte die Brände schnell unter Kontrolle.

(Lesen Sie bitte unter dem Video und den Fotos weiter)

ANSEHEN

Kurzzeitig hatten die Jugendlichen die Lemonnierlaan mit Abfall, Kartons und E-Steps blockiert, doch Anwohner halfen den Hilfskräften dabei, den Weg wieder freizumachen.

Von Seiten der Polizeizone Brüssel-Hauptstadt/Elsene hieß es dazu, dass man ohnehin wachsam sei, seit die Krawalle in Frankreich ausgebrochen seien. Am Freitagvormittag besprachen die Stadt und die Polizei die Vorkommnisse, um zu sehen, wie weiter darauf reagiert wird. Dabei wurde beschlossen, dass die Polizei weiter wachsam bleiben soll und vor Ort Präsenz zeigen wird. Am Freitag kursierten wieder Aufrufe in den sozialen Medien, die zu neuen Krawallen in Brüssel aufforderten. 

Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) bedankte sich gegenüber VRT NWS für den Einsatz der Polizisten in der vergangenen Nacht: „Ich habe gesehen, dass die Brüsseler Polizei alles daran gesetzt hat, die Lage unter Kontrolle zu bringen. Was in Frankreich passiert, da haben wir in unserem Land nichts mit zu tun. Diese Art der Krawallmacherei können wir nicht akzeptieren. Ich gebe der Polizei meine vollste Unterstützung, damit sie alles tun kann, damit es in unserem Land ruhig bleibt."  

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