Die regionalen flämischen Flughäfen Ostende-Brügge und Antwerpen, die von der Region und vom französischen Luftfahrtunternehmen Egis betrieben werden, rechnen in den Sommermonaten Juli und August mit rund 160.000 Fluggästen. „Diese Zahl liegt im Bereich dessen, was wir im vergangenen Sommer gesehen haben“, heißt es in einer Pressemitteilung.
Flanderns Regionalflughäfen erwarten einen Topsommer 2023
CEO Eric Dumas ist der Überzeugung, dass die regionalen Flughäfen mehr und mehr an Popularität hinzugewinnen. Als wichtigste Trümpfe nennt Dumas die stressfreie Atmosphäre, die an den kleineren Flughäfen herrscht, weil man dort auch nicht bis zu 3 Stunden vor dem Flug hinkommen muss und die Tatsache, dass hier kein akuter Personalmangel herrscht, der den Betrieb lähmt.
Konkret erwarten der Flughafen Ostende-Brügge diesen Sommer 90.000 Passagiere und der von Antwerpen in Deurne 70.000 Reisende.
Ende 2021 hatte die flämische Landesregierung beschlossen, die regionalen Flughäfen bis 2040 mit einer „langfristigen Vision“ weiterzubetreiben. Auch im belgischen Bundesland Flandern sind die regionalen Flughäfen Abhängig von Zuschüssen aus der öffentlichen Hand. Hier summiert sich dies auf rund 200 Mio. € pro Jahr. Die Landesregierung unterstreicht dabei „die wirtschaftlichen Belange“ und den „nachhaltigen Ausbau der Flughäfen für die Zukunft.“
100 Jahre Antwerp Airport
„Ich bin immer ein konsequenter Fürsprecher des Flughafens gewesen“, sagte Antwerpens Bürgermeister Bart De Wever (N-VA) noch in der vergangenen Woche: „Wir haben hier unlängst das 100jährige Bestehen gefeiert und in 100 Jahren wird Antwerp Airport hier noch immer sein.“
Allerdings laufen derzeit juristische Verfahren gegen den Flughafen am Standort Deurne wegen baulicher Übertretungen. Im kommenden Jahr müssen alle regionalen Flughäfen in Flandern, auch Kortrijk-Wevelgem, eine neue Umweltgenehmigung haben. Darüber urteilt Flanderns Umweltministerin Zuhal Demir (N-VA).

