Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei in der Brüsseler Hauptstadt-Region 46 Schießereien. Laut der flämischen Tageszeitung Het Nieuwsblad und den Blättern der frankophonen Mediengruppe SudPresse hat es hier noch nie so viele derartige Vorkommnisse gegeben, wie 2022.
Bei den 46 Schießereien in der Brüsseler Region letztes Jahr endeten 3 mit tödlichen Folgen. Insgesamt wurden 19 Personen dabei verletzt. Hinzu kommen noch 3 Vorfälle mit Granaten und Molotowcocktails. In Brüssel-Stadt, Sint-Jans-Molenbeek und Anderlecht fanden mit jeweils 10 Fällen die meisten Schießereien statt.
Danach folgten Sint-Gillis (4), Elsene (3) und Sint-Joost-ten-Node (2). In Evere, Vorst, Ganshoren, Koekelberg, Schaarbeek, Ukkel und Sint-Lambrechts-Woluwe gab es jeweils eine Schießerei im letzten Jahr. In den übrigen Brüsseler Gemeinden Oudergem, Sint-Agatha-Berchem, Etterbeek, Jette, Watermaal-Bosvoorde und Sint-Pieters-Woluwe blieb es in dieser Hinsicht ruhig…
Zumeist liegen Links zum Drogenhandel vor
In einigen bestimmten Vierteln kamen mehr Schießereien vor, als in anderen Gegenden. Und dies hat wohl auch mit dem Drogenhandel zu tun bzw. mit Abrechnungen oder Bandenkriegen rund um die Drogenszene. Brennpunkte sind die Papenvest in Brüssel-Stadt und die Umgebung des Südbahnhofs in Sint-Gillies.
„Wir wissen, dass hier ein Problem vorliegt“, sagte Olivier Slosse dazu, der Korpschef der Polizeizone Brüssel-Nord: „Darum wird auf verschiedenen Ebenen an Lösungen gearbeitet, sowohl auf föderaler, als auch auf lokaler und regionaler Ebene. Das Problem ist allen betroffenen Behörden deutlich bekannt und es kommen Aktionen, um die Herangehensweise zu verbessern.“
