Zollbeamte haben am Donnerstag eine illegale Zigarettenfabrik in Heist-op-den-Berg in der Provinz Antwerpen ausgehoben. Das Bundesfinanzministerium bestätigte eine entsprechende Meldung der Tageszeitung Het Laatste Nieuws. Zwölf Personen, die vor allem aus Rumänien und Moldawien stammten, wurden festgenommen.
Große illegale Zigarettenfabrik in Heist-op-den-Berg ausgehoben
Dem Zoll gelang so eine großer Schlag gegen die Wirtschaftskriminalität. "Es wurden nicht nur Maschinen beschlagnahmt, sondern auch große Mengen an Rohstoffen für die Herstellung von Zigaretten, wie Tabak, Filter und Verpackungsmaterial", so Francis Adyns, der Sprecher des Finanzministeriums.
Schätzungen zufolge wurden in der illegalen Fabrik wöchentlich zwischen 7 und 8 Millionen Zigaretten hergestellt. Die Anzahl der in der Halle gefundenen Zigaretten ist noch nicht bekannt, wird aber auf 50 Millionen geschätzt. "Um eine ungefähre Vorstellung zu vermitteln, wären etwa 25 Lastwagen nötig, um das gesamte beschlagnahmte Material abzutransportieren."
Die kriminelle Organisation verfügte über eine Anlage, die es ihr ermöglichte, unverkäufliche Zigaretten zu verwerten. Außerdem nutzte sie Stromgeneratoren, um ihre Stromrechnungen zu senken und die Aufmerksamkeit der Energieversorger nicht auf sich zu ziehen.
Die Personen, die in dem Lagerhaus arbeiteten, hatten dort Zimmer und eine Art Imbisswagen, in dem sie sich verpflegen konnten. Die zwölf anwesenden Personen wurden zur Vernehmung und Identifizierung festgenommen. Sie sollen vor allem rumänischer und moldawischer Herkunft sein.

