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"Gut bewahrtes Skelett": Sarg aus Blei aus dem 14. Jahrhundert in Brügge geöffnet

In Brügge haben Archäologen einen Sarg aus Blei geöffnet, der bei den Bauarbeiten zu einem neuen Kulturzentrum entdeckt wurde, wo sich früher einmal die Eeckhout-Abtei befunden hat. Der Sarg stammt aus dem 14. Jahrhundert, doch das Skelett ist noch gut erhalten. Wer aber der Verstorbene aus dem bleiernen Sarg ist, muss noch erforscht werden. „Ich erwarte, dass wir in etwa einem Jahr wissen, der das ist“, so der Archäologe Dieter Verwerft, der allerdings schon eine gewisse Vorahnung hat. Auch in Vilvoorde in Flämisch-Brabant wurden Skelette aus dem 14. Jahrhundert bei Bauarbeiten entdeckt. 

Andreas Kockartz
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„Das Skelett ist sehr schön erhalten geblieben“, so Archäologe Verwerft, der die Grabkiste aus Blei geöffnet hatte: „Es ist noch vollständig und der Körper liegt noch in der gleichen Position, als die Person damals beerdigt wurde.“ Die Anthropologin Katrien Van De Vijver zeigte sich sehr überrascht darüber, dass das Skelett so gut erhalten blieb: „Für mich ist das wichtigste, dass nicht zu viel Erde den Körper bedeckt.“ Jetzt muss nur noch herausgefunden werden, wer der Verstorbene ist. „Dazu ist weitere Untersuchung notwendig“, so Verwerft.

Die sterblichen Überreste, sprich die Knochen, werden jetzt fotografiert, um ein 3D-Modell fertigen zu können: „Danach werden wir das Skelett und den Schlamm kontrolliert aus dem Sarg nehmen.“ „Proben der Erde auf dem Boden können auch einige naturwissenschaftliche Angaben enthalten“, so Anthropologin Van De Vijver: „So können wir Reste von Pflanzen oder Textilien finden. Vielleicht war die Leiche balsamiert und können wir davon noch Reste finden.“

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Wer könnte der Tote sein?

Archäologe Dieter Verwerft hat inzwischen einige Hinweise auf eine mögliche Identifizierung der Leiche aus dem bleiernen Sarg: „Es handelt sich um jemanden aus der Spitze der Bevölkerung, wofür die Abtei damals wichtig war. Auf Basis der Position und der Orientierung des Skeletts vermuten wir, dass es sich nicht um eine religiöse Figur handelt. Er wurde auch nicht mit Beigaben beerdigt. Die naheliegendste Piste ist, dass diese Person zu einer mächtigen Familie gehörte.

Verwerft geht davon aus, dass wir bald wissen, wer er ist: „Auf der bemalten Gruft ist noch ein Wappen abgebildet. Die Knochen können noch recht eindeutig datiert werden und wir können eventuell noch DNA-Spuren mit Familien verlinken, die heute noch leben. Archäologie betreibt man am besten nicht zu schnell. Gebt und noch ein Jahr…“

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Historischer Friedhof bei Kanalarbeiten in Vilvoorde entdeckt

In Vilvoorde in Flämisch-Brabant bei Brüssel sind Bauarbeiter bei Kanalarbeiten am Heldenplein unweit der Liebfrauenkirche auf menschliche Knochen gestoßen. Offenbar handelt es sich hier um einen historischen Friedhof, möglicherweise aus dem 14. Jahrhundert. Nach dem verpflichteten Baustopp fanden die Archäologen der flämischen Kulturerbe-Behörde weitere Knochen und ganze Skelette.

Wirklich überraschend ist es nicht, dass hier ein alter Friedhof war, doch niemand ging davon aus, dass hier noch immer die sterblichen Überreste von Menschen liegen, die vor Jahrhunderten gestorben waren. 50 Skelette müssen hier geborgen werden - Kinder, Frauen und Männer, deren hölzernen Särge verrottet sind und von denen nur noch die Nägel gefunden wurden.

Offenbar wurde dieser Friedhof zwischen dem 14. Jahrhundert und 1840 betrieben. Die Toten wurden wohl aus Platzmangel übereinander begraben, wie die Archäologen herausfanden. Bis Mitte August hat die Kulturerbe-Behörde jetzt Zeit, ihre Untersuchungen durchzuführen und neben den Skeletten mögliche andere Gegenstände zu bergen. Bisher wurden Münzen und Haarspangen entdeckt. Danach gehen die Bauarbeiten am Heldenplein weiter.  

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