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Flandern: Förderung für bezahlbares Wohnen in der eigenen Gemeinde

In etwa 90 Gemeinden im belgischen Bundesland Flandern werden Möglichkeiten geschaffen, damit z.B. jungen Leuten dabei geholfen werden kann, in der eigenen Ortschaft eine bezahlbare Wohnung oder ein finanzierbares Haus zu kaufen oder zu bauen. Dies hat die flämische Landesregierung beschlossen. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Gemeinden mit einem hohen Mietspiegel oder mit hohen Immobilienpreisen kann damit finanziell dabei geholfen werden, Grundstücke, Häuser oder Wohnungen für Menschen vorzusehen, die eine Bindung zu Ortschaft haben, die sich aber keine solche Immobilie leisten können, weil ihr(e) Einkommen dazu nicht reichen.

Die flämische Landesregierung bietet diesen Gemeinden dabei in diesem Fall zur Kompensierung für solche Investitionen zusätzliche soziale und finanzielle Mittel. Die Kommunen sollen bis zu 50 % der Grundstück- oder Immobilienkosten übernehmen.

Die Käufer solcher Objekte müssen sich dabei an einige Auflagen halten. Sie müssen z.B. belegen, dass sie eine enge Bindung zur Gemeinde haben und wenn sie ihr Haus oder ihre Wohnung nach einer Zeit weiterverkaufen möchten, müssen sie ebenfalls Käufer finden, die aus der eigenen Stadt oder Gemeinde kommen, bzw. die ihre Bindung dorthin belegen können. Andernfalls bekommt die Gemeinde das Objekt zurück.

Bedenken und Kritik

Die Vereinigung der Flämischen Städte und Gemeinden (VVSG) und die Kommunen selbst machen sich Sorgen darüber, wie sie dies finanzieren können, denn sie befürchten, dass die dazu vorgesehenen  Landesmittel nicht ausreichen.

Die Opposition im flämischen Landesparlament geht davon aus, dass diese Regelung für die Kommunen zu teuer sein wird und dass sie deswegen keinen wirklichen Erfolg haben wird. 

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