Nach dem 1:1 gegen Österreich am vergangenen Wochenende und den Querelen um Starkeeper Thibaut Courtois trat die belgische Fußball-Nationalmannschaft am Dienstagabend in Tallin gegen Estland an. Diese Begegnung in der Qualifikation zur EU im kommenden Jahr konnten die Roten Teufel mit 0:3 für sich entscheiden, doch ein brillantes Spiel legten sie dabei nicht wirklich hin.
EM-Qualifikation: Rote Teufel besiegen Estland mit 0:3 in einem wenig spannenden Spiel
In diesem letzten Spiel vor der Sommerpause traf Romelu Lukaku am Ende einer eher zähen ersten Halbzeit mit zwei Toren kurz hintereinander zum 0:2-Pausenstand. Er holte die Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco damit aus schwierigen Situation heraus, denn dieser erste Durchgang des Spiels war kaum anzusehen. Die Roten Teufel leisteten sich viele Fehler. Schlechtes Stellungsspiel und zahlreiche Fehlpässe verlangten von den Zuschauern einiges, um am Ball zu bleiben…
Zwar suchte die Sturmabteilung angeführt von Kapitän Lukaku nach Toren, doch diese fielen erst am Ende dieser ersten Halbzeit. Allerdings war auch das Spiel der Esten recht zäh. Diese konnten zwar mithalten, doch von den Fehlern ihrer Gegner aus Belgien profitierten sie nicht wirklich.
Nach der Pause verhinderte Jan Vertongen, der schon 2009 bei der Niederlage gegen Estland dabei war, den Anschlusstreffer der Gastgeber, als er Tijo Teniste daran hinderte, ein Tor zu erzielen. Dies war übrigens der erste Abschluss von Seiten der Esten. In der 90. Minute erzielte Johan Bakayoko das 0:3 nach einer sehenswerten Aktion.
Unterm Strich…
Damit haben die Roten Teufel ihr zweites von drei bisherigen Qualifikationsspielen gewonnen. Österreich gewann gleichzeitig mit 2:0 gegen Schweden. Die Österreicher führen die Gruppe F mit 10 Punkten an, gefolgt von Belgien mit 7 Zählern. Schweden ist mit 3 Punkten Dritter vor Estland und Aserbeidschan mit jeweils nur einem Zähler.
Am 9. September steht die Partie in Aserbeidschan an und drei Tage danach ist Estland im Rückspiel in Brüssel. Bis dahin hat Nationaltrainer Tedesco noch viel Arbeit, um die deutlich verjüngte Mannschaft aufeinander abzustimmen. Ob dann der beleidigte Courtois wieder im Tor steht, ist eine andere Frage.
