Flanderns Ministerpräsident Jan Jambon (N-VA, Foto) sieht derzeit keinen Anlass, eine Unabhängigkeit Flanderns von Belgien auszurufen. Im Rahmen der VRT-Polittalksendung „De afsprak“ („Die Verabredung“) sagte Jambon, dass es dazu derzeit keine Mehrheit in der Bevölkerung gebe.
MP Jambon: "Keine Basis für eine Unabhängigkeit Flanderns!"
Ohne eine Basis in der Bevölkerung habe der Versuch, die Unabhängigkeit Flanderns auszurufen, keinen Sinn, so Janbon, denn dies sei eine Grundvoraussetzung für ein solches Vorgehen. Dass dafür keine Mehrheit bei den Bürgern gebe, bedauere er, doch eine Studie zu dieser Frage habe ergeben, dass nur etwa 20 % der Bevölkerung hinter einer Unabhängigkeit Flanderns von Belgien stehen würde, so Jambon in „De afsprak“.
Zu den wichtigsten Standpunkten der Partei Jambons, die flämischen Nationaldemokraten N-VA, gehört ein eigener flämischer Staat, doch mit nur etwa einem Fünftel unter den Flamen, die eine Unabhängigkeit wünschen, sei ein solches Unterfangen ein undurchführbares politisches Unterfangen.
Jambon deutete aber auch an, dass man die Regionalwahlen 2024 abwarten müsse, um zu sehen, ob seine Partei und die flämischen Rechtsradikalen Vlaams Belang überhaupt eine Mehrheit der Stimmen auf sich vereinen könne. Doch unter den Wählern seiner Partei und auch der Rechtsradikalen sind bei weitem nicht alle dafür, das föderale Belgien zu verlassen, um einen eigenen Staat oder eine eigene Republik auszurufen.
