Belgien erlebt derzeit einmal mehr eine anhaltende Trocken- und Hitzeperiode inklusive einer Hitzewelle. Und doch gibt es hierzulande Orte, an denen das Quecksilber unter Null Grad sackte. Das war in der Nacht zum Donnerstag im ostbelgischen Bütgenbach der Fall, wie die flämische Wetterplattform „NoodweerBenelux“ meldet.
In der vergangenen Nacht sank die Temperatur in Bütgenbach in Ostbelgien auf -4°C. Frostige Temperaturen während einer Hitzewelle? Das scheint unmöglich, zumal in einem so kleinen Land wie Belgien. Doch das Zusammenkommen bestimmter Faktoren macht dies möglich. Bütgenbach liegt in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens auf einer Höhe von rund 600 Metern über dem Meeresspiegel. Dadurch ist es dort ohnehin etwas kälter, als zum Beispiel in Flandern.
„NoodweerBenelux“ schreibt dazu: „Die Ursache dieses Nachtfrostes sind ein klarer Himmel, eine trockene Landschaft und wenig Wind. Das kälteste Wetterloch in den Benelux-Ländern konnte dadurch optimal seine Pflicht erfüllen.“ Auch in den ostbelgischen Eifeldörfern Mürringen (0,4°C) und Braunlauf (1,8°C) war es in der Nacht zum Donnerstag auffallend kalt.
Dass es sich hier um zwar nicht weit entfernte „Kältelöcher“ (dixit: „NoodweerBenelux“) handelt, in denen es unter Umständen deutlich unterschiedliche Wetterphänomene gibt, unterstreicht die Wetterplattform mit dem Vergleich zum höchsten Punkt Belgiens, dem Signal de Botrange (694,24 Meter über dem Meeresspiegel) , wo in der vergangenen Nacht 10,5°C gemessen wurden. Dieser Punkt ist nur wenige Kilometer von Bütgenbach entfernt…
