Das Verkehrsministerium der Region Brüssel-Hauptstadt prüft diagonale Zebrastreifen für Fußgänger an großen Kreuzungen. Dies kündigte Mobilitätsministerin Elke Van den Brandt (Groen) diese Woche im regionalen Verkehrsausschuss an. Ziel ist, ein entsprechendes Pilotprojekt anzugehen.
„Diagonale Zebrastreifen sind eine vorteilhafte Option“, so Mobilitätsministerin Van den Brandt gegenüber der Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ: „Sie ermöglichen es Fußgängern, die die andere Seite einer Kreuzung erreichen wollen, ihr Ziel in einem Mal erreichen können.“
Solche diagonalen Fußgängerüberwege wurden dabei helfen, die Fußgängerströme schneller zu bewegen. Das würde bedeuten, dass die Ampel für die Autos einige Sekunden länger auf rot stehen würden, damit alle Fußgänger gleichzeitig in allen Richtungen eine Kreuzung überqueren können.
Es sei eben wichtig, dass die Wartephasen für die Autos etwas länger würden, so die Ministerin, „damit die Fußgänger allen Komfort haben, über die Kreuzung zu kommen. Dabei muss auch die Verkehrsbeschilderung angepasst werden und man muss dafür sorgen, dass Fußgänger und Personen mit eingeschränkter Bewegung vollständig erkennen können, dass sie diese Regeln nicht in Gefahr bringen.“
Gesetzesanpassung erforderlich
Fußgänger würden in der Mobilitätspolitik der Hauptstadt-Region „Toppriorität“ genießen, so Van den Brandt. Verkehrsstatistiken würden belegen, dass das zu Fuß gehen bei innerstädtischen Ortsveränderungen immer wichtiger werde.
Doch zum Anlegen von diagonalen Zebrastreifen muss ein entsprechendes Gesetz angepasst werden, denn ein Königlicher Beschluss besagt, dass in Belgien ein Zebrastreifen quer zur Fahrbahn bzw. zur Straßenrichtung angelegt sein muss. Hier muss also die föderale Ebene mitspielen, was einige Zeit dauern kann.
„Wenn einer solchen Anpassung von der föderalen Ebene zugestimmt wird, dann wird ‚Brüssel Mobil‘ eine Studie lancieren, um lokale oder regionale Kreuzungen zu identifizieren, wo es möglich ist, mit dem Ziel von diagonalen Zebrastreifen einen Test durchführen zu können,“ so Mobilitätsministerin, die hinzufügt, dass man gleichzeitig eine Informationskampagne durchführen müsse, damit diese Test sicher verlaufen könnten.
