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Premiere: Zwei Grundschulen in Brüssel testen die 4-Tagewoche

Im kommenden Schuljahr werden zwei Basisschulen in Brüssel die 4-Tagewoche testen. Das bedeutet, dass hier Mittwochs kein Unterricht gegeben wird. Damit wollen diese Schulen auf den Lehrermangel reagieren und damit auch die hier tätigen Lehrkräfte entlasten. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

An den Grundschulen Papageno und De Weg-Wijzer im Brüsseler Stadtteil Evere ist ab September 2023 Mittwochs Schulfrei. Diese beiden Schulen gehören zum flämischen Gemeinschafts-Schulwesen (GO!) und wollen damit den aus Flandern jeden Tag nach Brüssel pendelnden Lehrerinnen und Lehrern eine Atempause gönnen. Gleichzeitig gehen die Schulen damit auf den Lehrkräftemangel. Allein an der Grundschule De Weg-Wijzer fehlen 4 Lehrkräfte. Und der Direktor steht ebenfalls vor der Klasse, um Unterricht zu geben.

Natürlich verlangt diese Vorgehensweise Anpassungen an die Gewohnheiten von allen beteiligten, sprich von den Lehrkräften, den Schulkindern, der Schulverwaltung und nicht zuletzt auch von den Eltern. Diese werden Mittwochs allerdings nicht im Regen stehengelassen, denn Eltern, die sich berufsbedingt nicht einen ganzen Tag Mitten in der Woche kümmern können oder die keine Betreuung finden, können ihre Kinder in der Schule betreuen und begleiten lassen.

Und damit die Qualität der Unterrichte unter der 4-Tagewoche nicht leidet, werden die vier anderen Schultage etwas länger. Eine jeweils siebte Schulstunde soll aber „kreativ und spielerisch“ ausgestaltet werden, heißt in bei den Schulen. Insgesamt haben drei weitere GO!-Schulen beim flämischen Bildungsministeriums die 4-Tagewoche beantragt, doch hier will man zuerst zwei Jahre lang schauen, ob das Ganze funktioniert. 

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