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Jurgen Demesmaeker: 30 Jahre Haft
Inland
Justiz

Femizid: Ex-Freund des Mordes an Ilse Uyttersprot schuldig gesprochen - 30 Jahre Haft

Im Prozess zum Tod der früheren Bürgermeisterin von Aalst (Ostflandern), Ilse Uyttersprot, ist deren ehemaliger Partner Jurgen Demesmaeker (Foto) am Montagabend vom Schwurgericht in Gent des Mordes schuldig gesprochen worden. Das Strafmaß wurde am Dienstag verkündet. Es lautet auf 30 Jahre Haft. Zunächchst wurde davon ausgegangen, dass Demesmaeker zu lebenslänglicher Haft verurteilt werden würde. 

Andreas Kockartz
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Fast drei Jahre nach der Tat hat das Schwurgericht in Gent den Angeklagten Jurgen D. (52) des Mordes schuldig gesprochen. D. hatte die Tat gestanden, als er sich am 4. August 2020 der Polizei stellte. Er habe Ilse Uyttersprot im Affekt getötet, so sagte er damals aus. 

Doch nach der Autopsie der Leiche kamen Zweifel an dessen Aussage auf, da Uyttersprot sechsmal mit einem Hammer auf den Kopf geschlagen wurde. Die Geschworenen im Gerichtsaal von Gent waren denn auch der Ansicht, dass Jurgen Demesmaeker, den andere ehemalige Freundinnen im Zeugenstand als manipulierenden und gewalttätigen Narzissten darstellten, vorsätzlich gehandelt hat.

Dem Verurteilten drohte eine lebenslange Haft und dies forderte auch die Anklage und die Staatsanwaltschaft. Das Strafmaß wurde am Dienstagnachmittag verkündet. Demesmaeker muss für 30 Jahre ins Gefängnis. Die Geschworenen erkannten wohl doch einige mildernde Umstände. Trotzdem wurde das Urteil streng begründet: "Der Beschuldigte ermordete seine Partnerin auf eine besonders gewalttätige Weise, während sie wehrlos schlief. Er verursachte einen unermesslichen menschlichen Schaden."  

Ilse Uyttersprot, sein Opfer, war in Aalst keine Unbekannte. Sechs Jahre lang, zwischen 2007 und 2012, war sie Bürgermeisterin in ihrer Stadt für die flämischen Christdemokraten CD&V. Lange war sie auch flämische Parlamentsabgeordnete. Sie schaffte es nicht selten durch ihren flamboyanten Lebensstil auch in die Schlagzeilen. 

Ilse Uyttersprot im Rathaus von Aalst (Archivfoto)

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