Viele Kommunen im belgischen Bundesland Flandern setzen Freelancer oder Mitarbeiter von externen Unternehmen ein, um inzwischen auch wichtige Arbeiten von Beamten oder Fachpersonal zu übernehmen. Grund dafür ist ein akuter Fachkräftemangel. Die Flämische Vereinigung von Städten und Gemeinden (VVSG) macht sich große Sorgen über diese Entwicklung, denn über kurz oder lang würde in den Kommunen die Expertise fehlen.
Fachkräftemangel: Städte und Gemeinden in Flandern setzen mehr und mehr auf Freelancer
Inzwischen setzen einige Kommunen in Flandern externe Mitarbeiter und Selbständige ein, um wichtige Vorgänge zu übernehmen. So kümmern sich auch bereits Freelancer um Gutachten für Baugenehmigungen oder Fragen zur Raumordnung.
Für Nathalie Debast von der Flämischen Vereinigung von Städten und Gemeinden (VVSG) hält dies Entwicklung für bedenklich. Gegenüber VRT NWS sagte sie am Dienstag, dass dadurch in den Gemeindeverwaltungen die eigene Expertise verloren gehen kann:
„Wenn man jemanden extern beschäftigt, dann bedeutet das, dass Knowhow die Organisation verlässt und das passiert viel schneller, als wenn man jemanden regulär einstellt. Es ist für die Städte und Gemeinden natürlich wichtig, dass sie ihren Bürgern solche Dienstleistungen garantieren und dann ist es auch verständlich, dass sie bei akuten Personalmangel auf befristete Beschäftigung setzt. Doch das darf nicht zu lange dauern, denn es ist viel teurer und bedeutet auch, dass Fachwissen viel zu schnell verloren geht.“
Einige flämische Gemeinden haben bereits feststellen müssen, dass eigene Personalmitglieder kündigen, um dann besser bezahlt als Freelancer dort wieder tätig zu werden. Für die Städte und Gemeinden ist dies immer mehr ein Problem, denn sie werden nach und nach für immer mehr Bereiche und Sektoren selbst zuständig, denn Länder und Regionen geben ihnen weitreichende Zuständigkeiten ab...
