Aus einer breitgefächerten Studie des belgischen Statistikamtes Statbel ist ersichtlich, dass Zuwanderer aus Ländern der Europäischen Union wesentlich leichter eine Arbeitsstelle in Belgien finden, als Einwanderer aus Nicht-EU-Ländern. Osteuropäer z.B. finden einfacher Jobs als Einwanderer aus Maghreb-Ländern.
Einwanderer aus EU-Mitgliedsstaaten finden leichter Arbeit in Belgien als andere Migranten
Während gut 75 % der Zuwanderer aus Polen oder Rumänien recht schnell eine Anstellung in unserem Land finden können, haben es Algerier, Marokkaner oder Tunesier in dieser Hinsicht viel schwerer, so die Statbel-Studie. Arbeitsuchende, die aus den ehemaligen belgischen Kolonien Kongo und Ruanda kommen oder dorther stammen, haben es wiederum etwas leichter am Arbeitsmarkt in Belgien, als ihre Mitbewerber aus dem Maghreb.
"Kommen her, um zu arbeiten"
Arbeitsuchende, die aus Bulgarien, Polen oder Rumänien nach Belgien kommen, finden aus einem einfachen Grund schneller Jobs, wie Astrid Depickere von Statbel angibt: „Hier spielt eine Rolle, dass sie hierherkommen, gerade auch um Arbeit zu finden.“ In dieser Gruppe sind die Zahlen deutlich in den letzten Jahren gestiegen. Aktuell haben 76,4 % der Arbeitsuchenden aus diesen Ländern einen Job. Für keine andere Gruppe ist der Wert so hoch, auch nicht bei den Belgiern selbst.
Geringer Anteil bei Nordafrikanern
Der niedrigste Arbeitsgrad in Belgien lag im vergangenen Jahr bei Menschen aus Nordafrika, bzw. aus dem Maghreb. Hier haben nur 51,3 % eine Arbeit. Bei den Türken liegt dieser Grad wiederum etwas höher und zwar bei 58,2 %. Das war laut Statbel vor 20 Jahren andere, als nur 38,6 % der türkischen Einwanderer in unserem Land einen Job hatten. Irgendwo dazwischen liegt der Arbeitsgrad bei Europäern aus Nicht-EU-Staaten, wie Briten oder Russen. Dort finden sich auch die hier Arbeitsuchenden aus z.B. Indien, China oder Syrien.
