In der vergangenen Nacht haben Spezialkräfte der belgischen Polizei in Lede bei Aalst (Provinz Ostflandern) einen Mann niedergeschossen, der sich im Haus seines Vaters verschanzt hatte. Zuvor hatte die Person einen Polizeihund erstochen. Dies war nicht der einzige Fall dieser Art am vergangenen Wochenende.
Spezialkräfte schießen einen Mann nieder, der sich in der Wohnung seines Vaters verschanzte
Der 29 Jahre alte Mann hatte sich seit Sonntagabend gegen 20 Uhr in der Wohnung seines Vaters verschanzt und diesen als Geisel genommen. Die Polizei verhandelte stundenlang mit dem Mann, doch ohne Erfolg. Dann wurde ein Polizeihund in die Wohnung geschickt, doch der Mann erstach das Tier. Daraufhin stürmten Spezialkräfte die Wohnung und schossen den Mann nieder. Dieser wurde dabei zwar unschädlich gemacht, aber nicht schwer verletzt. Er wurde in ein Krankenhaus eingeliefert.
Der Mann, der aufgrund von Drogendelikten polizeilich bekannt ist, war vor anderthalb Jahren schon einmal in die Wohnung seines Vaters eingedrungen, wurde aber damals leichter überwältigt. Nach einer Verurteilung wegen Drogen war er erst seit rund zwei Wochen wieder auf freiem Fuß.
Weiterer Fall in Diest
In Schaffen bei Diest in Flämisch-Brabant hatte sich zuvor ein 35-Jähriger in seiner Wohnung verschanzt, bei dem die Polizei zunächst davon ausging, dass er bewaffnet war. Der Mann, der wohl die Trennung von seiner Lebensgefährtin nicht verkraftet hatte, litt möglicherweise an einer Psychose, wie dessen Bruder der Polizei mitteilte.
Nach einigen Stunden Verhandlungen, in denen der Betroffene andeutete, sich das Leben nehmen zu wollen, konnte ihn die Polizei überwältigen. Dabei wurde niemand verletzt. Der Mann wurde zu einer psychiatrischen Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.
