Am Sonntag wurde in Ukkel bei Brüssel am Königlichen Wetteramt (KMI) der Temperaturrekord des Jahres 2006 gebrochen, als an einem 11. Juni 30,2°C registriert wurden. Dieses Jahr lag dieser Wert bei 31,2°C. Diese und ähnliche Temperaturen führen in Flandern dazu, dass Maßnahmen gegen Trockenheit und Wassermange ergriffen wurden und werden. Unterdessen steigt auch die Gefahr von Wald- und Heidebränden.
Hitze, Trockenheit, Brandgefahr - Die Wasserreserven sinken auch in Flandern
Seit Mitte Mai hat es in unseren Breitengraden nicht mehr geregnet und es sieht so aus, als ob sich das in den kommenden Tagen auch nicht wesentlich ändern wird. Schon Ende letzter Woche erließen die flämischen Behörden deshalb den Wetteralarmcode „Gelb“. Das bedeutet, dass z.B. Landwirte kein Wasser mehr aus schiffbaren Wasserläufen abpumpen dürfen.
Beim KMI in Ukkel warnt man schon vor einer Dürre, doch die flämischen Landesbehörden sagen, dass die Reserven, die durch das verregnete Frühjahr in März und April entstanden sind, noch nicht aufgebraucht sind. Dies unterstreicht auch der Wasserfachmann Patrick Willems von der Löwener Universität (KU Leuven) gegenüber VRT NWS: „In jedem vierten Wasserlauf sind die Wasserpegel bereits recht niedrig, doch dank dem nassen Frühjahr müssen wir ins vorläufig keine Sorgen machen.“
Als problematisch erweist sich jedoch die extreme Trockenheit für die Brandgefahr in der Natur, z.B. in den Wäldern, den Heidelandschaften und sogar in den Dünen an der Nordseeküste. Hier, besonders bei sandigem Boden, ist die Gefahr hoch. Vor akuter Brandgefahr wird in Flandern in der Kalmpthoutse und in der Mechelse Heide gewarnt, im Naturschutzgebiet Zwin in Knokke sowie im Dünenwald von De Panne gewarnt.
Inzwischen ruft die Königliche Belgische Liga für Vogelschutz dazu auf, den Vögeln ausreichend Wasser zur Verfügung zu stellen. Haushalte mit Garten sollten Teller oder andere flache Behälter mit Wasser aufstellen, damit die Vögel etwas trinken können, wenn sie in Gebieten leben, in denen es keine natürlichen Wasserläufe oder Seen und Teiche gibt.
