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Albertkanal

Präventivmaßnahmen gegen das Austrocknen von befahrbaren Kanälen in Flandern

Die Pegel der befahrbaren Kanäle in Flandern, besonders bei denen in den flämischen Kempen und am Albertkanal, sind durch die Trockenheit der vergangenen Wochen stark gesunken, wie die flämische Verwaltung der Wasserwege meldet. Daraufhin ergriff der Trockenheitsausschuss der flämischen Landesbehörden Maßnahmen und erließ die Warnstufe „Code Gelb“. Das bedeutet, dass an den Kempischen Kanälen und am Albertkanal wassersparende Schritte erfolgen.

Andreas Kockartz
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„Code Gelb“ für die flämischen Wasserwege bzw. für die Kanäle der Binnenschifffahrt bedeutet, dass die Erlaubnis für das Abpumpen von Wasser daraus für die Natur und die Landwirtschaft halbiert wird. Bei der Wasserwege-Verwaltung heißt es dazu: „Wir erinnern und noch alle an den trockenen Sommer 2022 und wir wollen in dieser Hinsicht antizipieren.“ Seit etwa Mitte Mai hat es nicht mehr geregnet und für die kommenden Wochen wird kaum oder gar kein Niederschlag erwartet.

Der Albertkanal und die Kempischen Kanäle werden aus der Maas mit Wasser versorgt. Jetzt ergreift die flämische Wasserwege-Verwaltung Maßnahmen, die mit den sinkenden Pegelständen Rechnung tragen. Noch sei die Lage nicht ernst, doch „wir beobachten die Situation genau und können im Notfall eingreifen“, sagte Flanderns Landesverkehrsministerin Lydia Peeters (Open VLD). 

Pumpstationen

Die Schleusenkomplexe von Olen, Ham (beide Prov. Antwerpen), Hasselt und Diepenbeek (beide Prov. Limburg) sind mit Pumpstationen ausgerüstet, die auch als Wasserkraftwerke fungieren. Hier wird in Zeiten von Wasserüberschuss auch Elektrizität produziert. Bei Wasserknappheit können von hier aus große Wassermengen auch flussaufwärts bewegt werden. Aktuell aber arbeiten diese Kraftwerke bzw. Pumpstationen (noch) nicht.

Andernorts, an den Schleusenkomplexen des Albertkanals in Wijnegem (Prov. Antwerpen) und Genk (Prov. Limburg), gibt es keine solche Pumpstationen, doch hier werden präventiv mobile Anlagen installiert: „Wenn nötig, können diese schnell in Gebrauch genommen werden.“ An den Anlagen, die die Landwirtschaft und die Natur mit Wasser aus den Kanälen speisen, wird die abzupumpende Menge ab sofort halbiert. 

Wasserkraftwerk und Pumpstation am Albertkanal in Hasselt (Limburg)

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