Laut einem Bericht der Aufsichtskommission der Gefängnisanstalt von Brügge (Foto) über das Jahr 2022 haben die Insassen im vergangenen Jahr nur tiefgefrorene Mahlzeiten erhalten. Darüber hinaus bekamen die Häftlinge nur alle zwei Wochen drei Stück Obst. Auch die Überbelegung der Anstalt war ein anhaltendes Problem.
Insassen der Haftanstalt von Brügge haben ein ganzes Jahr nur Tiefkühlkost gegessen
Da die Gefängnisküche 2022 wegen Renovierungsarbeiten geschlossen wurde, wurden die Häftlinge ein Jahr lang nur mit Tiefkühlkost versorgt. "Es handelte sich um 500-Gramm-Gerichte, die wenig abwechslungsreich waren und vor allem zu wenig frisches Obst und Gemüse enthielten", so die Aufsichtskommission. Als die Kommission bei der Zentralverwaltung in Brüssel und beim belgischen Justizminister Alarm schlug, reagierte keine der beiden Behörden.
Die Aufsichtskommission ist auch besorgt über den Mangel an geeigneter Betreuung für Häftlinge mit chronischen Krankheiten oder ältere Häftlinge mit Demenz. "Wir haben festgestellt, dass sich zu einem bestimmten Zeitpunkt fünf ältere Menschen mit Demenz im medizinischen Flügel aufhielten. Dieser medizinische Flügel ist dafür völlig ungeeignet, sowohl was die Infrastruktur als auch was das Personal betrifft. Der Jahresbericht geht auch auf die Probleme der Überbelegung innerhalb des Gefängnisses ein. So waren beispielsweise die Zellen im Männertrakt, die für eine Person gedacht waren, 2022 mit drei Häftlingen belegt. Ein Häftling musste auf einer Matratze auf dem Boden schlafen".
Küche wegen Renovierung geschlossen
Da die Gefängnisküche 2022 wegen Renovierungsarbeiten geschlossen wurde, wurden die Häftlinge ein Jahr lang nur mit Tiefkühlkost versorgt. "Es handelte sich um 500-Gramm-Gerichte, die wenig abwechslungsreich waren und vor allem zu wenig frisches Obst und Gemüse enthielten", so die Aufsichtskommission. Als die Kommission bei der Zentralverwaltung in Brüssel und beim belgischen Justizminister Alarm schlug, reagierte keine der beiden Behörden.
4,66 Euro für drei Mahlzeiten pro Tag
Die Gefängnisverwaltung teilte ihrerseits mit, dass die Qualität und Ausgewogenheit der Mahlzeiten im Jahr 2022 sichergestellt worden sei: "Die Lebensmittelkosten pro Häftling und Tag für drei Mahlzeiten betragen 4,66 Euro. Für diesen Preis hat der Lieferant eine ausreichende Qualität und Menge geliefert.”
Inzwischen ist die Gefängnisküche wieder geöffnet.
Überbelegung von Gefängnissen
Die Aufsichtskommission ist auch besorgt über den Mangel an geeigneter Betreuung für Häftlinge mit chronischen Krankheiten oder ältere Häftlinge mit Demenz. "Wir haben festgestellt, dass sich zu einem bestimmten Zeitpunkt fünf ältere Menschen mit Demenz im medizinischen Flügel aufhielten. Dieser medizinische Flügel ist dafür völlig ungeeignet, sowohl was die Infrastruktur als auch was das Personal betrifft. Der Jahresbericht geht auch auf die Probleme der Überbelegung innerhalb des Gefängnisses ein. So waren beispielsweise die Zellen im Männertrakt, die für eine Person gedacht sind, 2022 mit drei Häftlingen belegt. Ein Häftling musste auf einer Matratze auf dem Boden schlafen."
"Die Überbelegung an sich ist problematisch, was die menschliche Behandlung von Häftlingen angeht, aber sie bringt auch andere Probleme mit sich. Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen der Überbelegung und der Zunahme von Aggressionen und Gewalt innerhalb der Gefängnismauern", so die Aufsichtskommission. Darüber hinaus führt die Überbelegung zu einer begrenzten Anzahl von Besuchern pro Häftling, da die Besucherräume überfüllt sind. Erst, wenn die Haftanstalt von Ypern (Fotos unten) wieder eröffnet wird, kann das Überbelegungsproblem in Brügge gelöst werden.
