YouTube hat den Kanal des populären flämischen Influencers Acid (Foto) blockiert, nach dem dieser in Zusammenhang mit dem Urteil gegen einige Mitglieder einer Studentenvereinigung, die für den Tod von Sanda Dia bei dessen Taufe verantwortlich sind, dort namentlich genannt hat. Acid ist, wie viele Menschen in Flandern auch, der Ansicht, dass die Mitglieder der Studentenvereinigung „Reuzegom“ nicht hart genug bestraft worden sind. Doch mit seinem Vorgehen verstößt Acid gegen geltendes Medienrecht.
Fall Sanda Dia: Flämischer Influencer nennt Namen der verurteilten Studenten und wird von YouTube blockiert
Acid, mit richtigem Namen Nathan Vandergunst, ist als Influencer in Flandern mit über 500.000 Followern medial und kommerziell sehr erfolgreich. Doch jetzt ging er nach Ansicht der Anwälte der verurteilten Studenten und auch nach Ansicht von Medienbeobachtern zu weit. Er kritisiert, wie viele andere in Flandern auch, dass die, die für den Tod des Studenten Sanda Dia verantwortlich sind, nicht hart genug bestraft worden sind.
Ein Gericht in Antwerpen hatte die Studenten zu Arbeitsstrafen von teilweise hunderten Stunden und zu einem Bußgeld von jeweils 400 € verurteilt. Um seine Kritik zu unterstreichen, hatte Acid einige Namen der Verurteilten genannt aber auch die Namen von Mitgliedern der Studentenvereinigung „Reuzegom“, die in diesem Fall nicht vor Gericht gestanden haben.
Das entsprechende Video von Acid ist in kürzester Zeit Hundertausende Male angeklickt worden aber inzwischen hat YouTube den Clip blockiert. Der Inhalt dieses Video, so die Begründung, verstoße gegen die Politik rund um Einschüchterung, so YouTube. Mittlerweile hat die Videoplattform den Kanal von Acid sogar ganz gesperrt. Doch das Video zum Fall Sanda Dia zirkuliert inzwischen über andere Kanäle weiter in den sozialen Medien.
In Löwen wurde ein Spruch auf das Dach eines Gebäudes in der Nähe des Bahnhofs gesprayt, das offenbar ebenfalls die in den Augen vieler zu milden Strafen gegen die verurteilten „Reuzegom“-Mitglieder anprangert (Foto unten).

