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Besonderes Projekt: Das Schuhmuseum "Eperon d’Or" fertigt 3D-Scans der Sammlung an

Das Schuhmuseum „Eperon d’Or“ in Izegem in der Provinz Westflandern plant 3D-Scans eines Teils der Sammlung. Das bedeutet, dass man Schuhe aus dem Museum aus allen möglichen Blickwinkeln anschauen kann. Das Museum bittet sein Publikum, mit auszusuchen, welche Exponate für einen solchen Scan infragekommen. 

Andreas Kockartz
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„Eperon d’Or“ in Izegem wird in nächster Zukunft mit einem recht neuen technologischen Verfahren experimentieren und dies kann auch für andere Museen durchaus interessant sein. Das Museum in den Räumen der ehemaligen gleichnamigen Schuhfabrik will von einem Teil seiner Kollektion 3D-Scans anfertigen und damit digitalisieren. „Das bedeutet, dass man die Schuhe aus allen möglichen Blickwinkeln aufnimmt - von innen und von außen - und dass man daraus einen digitalen Datensatz anfertigt“, sagte Museumskonservator Gertjan Remmerie dazu gegenüber VRT NWS.

Diese Technologie würde von Museen nicht wirklich oft genutzt, so der Konservator weiter: „Wir dürfen sagen, dass wir hier ein bisschen Pionierarbeit leisten. Aber genau deshalb ist dies auch nur ein vorsichtiger erster Schritt. Unsere Sammlung besteht aus rund 4.000 Paaren Schuhe und daraus suchen wir nur 50 aus, um sie zu scannen. Wir wollen auch untersuchen, wie gut die entsprechenden Bilder und wie schwer die Datensätze sind und wie man diese am besten in der Praxis nutzen kann.“

Remmerie sieht hier durchaus einiges an Möglichkeiten: „Es ist erstens als Museum interessant, um solche 3D-Scans als Dokument zu bewahren. Das vermeidet auch, dass man immer zuerst ins Depot laufen muss, um einen bestimmten Schuh zu suchen. Aber auch den Besuchern bietet dies Perspektiven. Im Prinzip muss es möglich sein, alle unsere Schuhe via Handy oder über einen Kiosk im Museum aufrufen und zeigen zu können. Wir können auch viel mehr zeigen. Unsere Kollektion ist so groß, dass wir niemals genug Platz haben werden, alles auszustellen. Wenn die Sammlung digitalisiert ist, wird das anders.“

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

"Suchen sie mit aus, was gescannt werden soll"

Welche 50 Paar Schuhe letztendlich für das Pilotprojekt gescannt werden sollen, darf das Publikum mitentscheiden: „Wir haben selbst eine Auswahl von etwa 250 besonderen Stücken gemacht. Auf der Webseite von „Eperon d’Or“ kann man diese mit Punkten bewerten und damit bestimmen, welche Exemplare von uns gescannt werden sollen. Abstimmen kann man noch bis Samstag (3. Juni).“

Info: „Eperon d’Or“, Prins Albertlaan 5, 8870 Izegem. Info: https://eperondor.be

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