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Die Anklagebank beim Brüsseler Terrorprozess
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Justiz

Terroranschläge auf Brüssel: Zahl der Todesopfer offiziell von 32 auf 36 angehoben

Den Terroranschlägen auf Brüssel am 22. März 2016 sind nicht 32 sondern 36 Menschen zum Opfer gefallen. Dies hat die Anklage beim Schwurgerichtsprozess gegen die Täter am Dienstag mitgeteilt. Bei den 4 zusätzlichen Opfern handelt es sich um Personen, die bei den Anschlägen schwer verletzt wurden und erst später an deren Folgen gestorben sind.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Beim Brüsseler Terrorprozess ist am Dienstag mit den Plädoyers begonnen worden. Damit biegt dieses Verfahren auf die Ziellinie ein. Zunächst kommt die Anklage zu Wort. Ihr Ansinnen, um die Zahl der Todesopfer von 32 auf 36 zu erhöhen, wurde mit Wohlwollen seitens der Opferverbände angenommen.

Unter den jetzt hinzugekommenen Todesopfern ist auch Shanti De Corte, eine junge Frau, die am Tag des Anschlags im Flughafen in Zaventem zugegen war und die dieses Ereignis niemals psychologisch verarbeiten konnte. De Corte nahm im vergangenen Jahr Sterbehilfe in Anspruch, weil sie an diesem Träume unerträglich schwer litt.

"Mord und Mordversuch"

Für die Plädoyers sind 5 Prozesstage vorgesehen - ein halber Tag für jeden der 10 Angeklagten. Begonnen wurde mit Oussama Atar, dem mutmaßlichen Kopf der Terrorgruppe, die für die Anschläge auf den Brüsseler Flughafen und die Metrostation Maalbeek verantwortlich ist. Atar ist aber nicht zugegen, denn es ist davon auszugehen, dass er nach den Attentaten in Syrien ums Leben gekommen ist.

Diese Attentate waren auf jeden Fall Mord und Mordversuch in einem terroristischen Kontext, so die Anklage bzw. die Bundesstaatsanwaltschaft. „Es ist deutlich, dass die Täter durch den Gebrauch von TATP in Verbindung mit Metallteilen und Schrauben so viele Menschen wie möglich töten wollten“, so Bundesstaatsanwältin Paule Somers.

Dies würden auch die Audioberichte auf dem Laptop, der in der Max Roosstraat gefunden wurde, belegen: „Sie wollten im allerletzten Moment mit Explosiven für ein Maximum an Opfern sorgen.“ 

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