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Flandern will seine Frittenbuden unter Denkmalschutz stellen: Die traditionsreichen Buden in Brügge sind dabei

Flanderns Landesdenkmalschutzminister Matthias Diependaele (N-VA) hat am Wochenende im Frittenmuseum in Brügge den Startschuss für die Unterschutzstellung der klassischen Frittenbuden gegeben. Diese Buden sind noch nicht vom Aussterben betroffen, doch ihre Zahl geht zurück. Die klassischen Frittenbuden in Brügge (Foto oben) werden wohl auf jeden Fall unter Denkmalschutz gestellt.

Andreas Kockartz
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Ende der 1950er Jahre gab es alleine in Flandern noch rund 50.000 Frittenbuden. Heute sind es noch rund 2.000, wie Yves Seghers vom Zentrum für Agrargeschichte an der Universität Löwen (KU Leuven) sagt. Flandern möchte darum die ältesten und die authentischsten Frittenbuden unter Denkmalschutz stellen.

Vor 10 Jahren wurde in Flandern schon die Frittenkultur als immaterielles Kulturerbe bewertet und jetzt soll hier in dieser Hinsicht auch ein Denkmalschutzwert folgen, wie Minister Diependaele andeutet: „Einige Frittenbuden haben einen derartigen Kultstatus, dass sie unter Schutz gestellt werden müsse.“

Das betrifft allerdings nicht die technische Infrastruktur, denn diese wird immer wieder an die aktuellsten Hygiene- und Sicherheitsvorschriften angepasst. Doch, so Diependaele, „wir tragen Rechnung mit den Aussehen, der Aussicht, dem Standort und der Geschichte, die damit verbunden ist.“ 

Die Frittenbuden auf dem Marktplatz von Brügge

Die beiden ikonischen Frittenbuden vor dem Belfried am Großen Markt von Brügge sind mit Sicherheit dabei, so Diependaele: „Ich glaube, dass jeder Tourist, der nach Brügge kommt, diese Frittenbuden schonmal gesehen hat. Unsere Frittenkultur ist ein Teil unserer Esskultur und unserer gesamten Identität.“

Für die Betreiber von Frittenbuden hat der Denkmalschutz sowohl Vor- als auch Nachteile. Vorteil ist, dass man Zuschüsse beantragen kann. Nachteil ist, dass man nicht einfach so jeden Umbau vornehmen darf.

Städte und Gemeinden sowie die Frittenbudenbesitzer können in den kommenden Tagen und Wochen Denkmalschutz für ihre Buden beantragen. Es wird dann rund ein Jahr dauern, bis feststeht, ob eine Bude definitiv unter Denkmalschutz gestellt wird oder werden kann.

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