Seit Montagabend gegen 17 Uhr 30 brennt es im Hohen Venn zwischen dem ostbelgischen Eupen und Monschau in Nordrhein-Westfalen. Dort ist eine rund 170 Hektar große Fläche Naturschutzgebiet in Flammen aufgegangen. Der Brand ist unter Kontrolle, lässt sich aber nur schwer löschen. Inzwischen wird dort auch ein Löschhubschrauber eingesetzt.
An den Löscharbeiten sind Feuerwehreinheiten aus Ostbelgien, der Wallonie und der Städteregion Aachen beteiligt, sowie der belgische Zivilschutz (ähnlich dem THW in Deutschland). Erschwerend ist, dass das Löschwasser teilweise aus bis zu 5 km Entfernung herangeschafft werden muss. Deshalb setzen die Feuerwehren und der Zivilschutz Tankwagen mit Wasser ein, die zwischen dem Ort des Geschehens (in der Region "Entenpfuhl" und "Nahtsief") und Eupen hin- und herfahren.
Gegen Mittag waren etwa 100 Feuerwehrleute von Berufswehren aus Deutschland im Einsatz und rund 40 Kollegen von belgischen Wehren oder des Zivilschutzes.
Das Problem ist, dass es seit Tagen nicht mehr geregnet hat und dass der stetige Wind die obersten Erdschichten austrocknen lässt. Die Pflanzen sind dadurch knochentrocken. Aber, da der wochenlange Regen für ausreichend Feuchtigkeit im Boden sorgte, handelt es sich hier "nur" um einen Oberflächenbrand. Doch dem Feuer sind wahrscheinlich zahlreiche Tiere zum Opfer gefallen.
Die Feuerwehr geht davon aus, dass das Feuer von Menschen verursacht wurde, möglicherweise durch ein Lagerfeuer im Naturschutzgebiet. Die ostbelgische Polizei sucht in diesem Zusammenhang nach möglichen Zeugen.
Seit Montagabend kreisen Drohnen über dem Feuer, damit das Ganze stetig im Auge behalten werden kann. Seit dem frühen Dienstagmorgen wird auch ein Löschhubschrauber eingesetzt, wie Eupens Feuerwehrkommandant Francis Cloth gegenüber VRT NWS angab.
Inzwischen gilt auch in den Naturschutzgebieten in den Antwerpener Kempen und in der Provinz Limburg durch die Trockenheit akute Brandgefahr.
