Mehrere Dutzend Jugendliche aus Brüssel verursachten im Genter Naherholungsgebiet Blaarmeersen Unruhe und wurden des Geländes verwiesen. Die Ordnungskräfte erhielten unter anderem Meldungen wegen Diebstahl. Ein Jugendlicher wurde festgenommen und auf die Polizeiwache gebracht.
Brüsseler Jugendliche nach Krawallen aus dem Genter Naherholungsgebiet Blaarmeersen geworfen
Insgesamt besuchten am Sonntag rund 100 Jugendliche das Freizeitareal Blaarmeersen in Gent. Seit diesem Jahr ist das Gebiet umzäunt und Besucher von außerhalb der Stadt Gent müssen im Voraus eine Eintrittskarte buchen. Ein Teil der jungen Brüsseler, etwa fünfzig, hatte dies getan, der andere nicht. Bei der Ankunft der Letzteren begannen die Unruhen.
"Eine Gruppe hatte sich vorschriftsmäßig angemeldet, die andere nicht", erklärte Dirk De Suttern, der Sprecher der Genter Polizei. "Die jungen Brüsseler suchten die Konfrontation mit den anderen Besuchern, was zu einer angespannten Atmosphäre führte. Anschließend wurden Bandendiebstähle gemeldet und wir griffen ein".
Die Polizei untersucht, wie die Jugendlichen auf das Gelände gelangt sind. "Wir versuchen herauszufinden, ob sie über den Zaun geklettert oder darunter durchgekrochen sind und ob sie Gewalt angewandt haben. Wir sammeln alle Beweise, um festzustellen, wer verantwortlich ist", erklärten die Behörden.
Seit diesem Jahr umgibt ein Zaun den Badebereich des Freizeitparks. Dieser Zaun wurde aufgestellt, nachdem es im letzten Sommer zu einigen Schlägereien gekommen war.
Unruhestifter im ganzen Land aus Naherholungsgebieten verbannen?
Die CD&V bereitet einen neuen Gesetzesvorschlag vor, um die Möglichkeit zu schaffen, Unruhestiftern den Zugang zu Freizeitanlagen generell zu verbieten, nachdem ein erster Versuch im letzten Jahr an einer rechtlichen Hürde gescheitert war, wie der Abgeordnete Franky Demon am Sonntag bekannt gab.
Die flämischen Christdemokraten zielen insbesondere auf Jugendliche ab, die für Krawalle verantwortlich sind, sobald sich das Wetter bessert. In der Provinz Ostflandern müssen Besucher von Freizeitanlagen ab dem 1. Juni ihren Personalausweis vorzeigen. Wenn eine Person Störungen verursacht, kann ihr der Zutritt zu allen Freizeitanlagen der Provinz untersagt werden.
Die CD&V will jedoch, dass ein solches Verbot für das ganze Land gelten kann. Dabei greift die Partei auf die Gesetzgebung zurück, mit der Fußball-Hooligans aus Stadions verbannt werden können. Der Vorschlag sieht auch differenzierte Strafen je nach Schwere des Vergehens vor. So würde eine Person, die über einen Zaun geklettert ist, weniger streng bestraft werden als eine Person, die einen Ordner angegriffen hat.
