Aus dem Jahresbericht des belgischen Autorenrechte-Verbandes Sabam ist ersichtlich, dass sich der hiesige Entertainment- und Kultursektor nach einem monatelangen totalen Stilstand noch immer nicht ganz erholt hat. Zwar nahmen die Autoren, Komponisten und Herausgeber letztes Jahr rund 6 % mehr Vergütungen ein als 2021, doch der Bereich der Liveveranstaltungen konnte davon nicht wirklich profitieren.
Kultur und Unterhaltung: Der Livesektor in Belgien hat sich noch nicht von der Coronakrise erholt
Das Umsatzplus im Unterhaltungs- und Kultursektor ist laut Sabam in erster Linie auf den immer mehr Marktanteile gewinnenden Streaming-Markt zurückzuführen. Der Livesektor hingegen hinkt noch immer hinterher, wie die flämische Wirtschaftszeitung De Tijd vor einigen Tagen bereits meldete. Noch immer finden in diesen Tagen rund ein Drittel weniger Veranstaltungen statt als noch 2019, also vor der Corona-Pandemie.
Im Vergleich zum letzten Vor-Coronajahr wurden 2022 zahlreiche professionelle Theatervorstellungen (-1.682), Konzerte (-6.684) und Feste, Feiern oder Partys (-6.244) organisiert. In diesem Zusammenhang erinnert der belgische Autorenrechtsverband Sabam daran, dass 2022 für viele seiner Mitglieder immer noch ein schwieriges Jahr gewesen sei und dass noch stets Unterstützung notwendig sei.
Doch nicht zuletzt angesichts des anstehenden Festivalsommers in unserem Land herrscht wieder etwas Zuversicht, wie Sabam-CEO Steven De Keyser dazu gegenüber der belgischen Nachrichtenagentur Belga andeutete: „2022 haben wir einen wichtigen Schritt setzen können, um die Einnahmen unserer Mitglieder wieder zu normalisieren. Wir schauen vertrauensvoll in Richtung 2023 und zählen auf eine weitere Erholung des Sektors.“
