Im flämischen Landesparlament ist grünes Licht für einige wichtige Schritte im Hinblick auf den sogenannten „Betonstopp“ gesetzt worden. Dieser „Betonstopp“, auch „Baushift“ genannt, soll bis 2040 für ein Ende der Bebauung von offenen Flächen sorgen. Aktuell geht es hier um die Umwidmung von Bauland in Gelände, das nicht versiegelt werden soll.
Flandern und der "Betonstopp": Landesregierung stellt Weichen zum Thema Bauland
Für die Besitzer von Bauland, deren Grundstücke umgewidmet werden soll, wird die entsprechende Vergütung erhöht und soll dem aktuellen Marktpreis angepasst werden. Daneben sollen Grundstücke, für die Wohnbauprojekte vorgesehen sind, die aber noch nicht entwickelt wurden, mit einem baurechtlichen Schutzschirm versehen werden, damit sie eben nicht bebaut werden. Nur der jeweilige Stadt- oder Gemeinderat kann diesen Schutzschirm nach Einspruch der Bevölkerung aufheben oder verschärfen.
Wichtiger Schritt gegen die Versiegelung
Für Flanderns Landesumweltministerin Zuhal Demir (N-VA) ist diese Stufe der „Baushift“ ein wichtiger Schritt und ein wichtiges Instrument gegen Trockenheit bzw. gegen Überschwemmungen. Durch den bis 2040 vorgesehenen Baustopp werden deutlich weniger Flächen versiegelt. Dadurch kann Regenwasser besser in die Grundwasserreserven einsickern und bei heftigem Regen kann das Wasser besser abziehen.
Gut für Spekulanten?
Nach Ansicht der linken Oppositionsparteien im flämischen Parlament, Groen (Grüne), Vooruit (Sozialisten) und PVDA (Kommunisten) bringt dieser Schritt nichts im Sinne des „Betonstopps“. Zudem werde das Ganze unbezahlbar und würde lediglich Grundstückspekulanten in die Hände spielen.
