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Munitionslager aus dem Ersten Weltkrieg entdeckt: Alarm nach Leck in Giftgasbombe

In der Schipstraat in Zonnebeke in der Provinz Westflandern ist ein Munitionslager aus dem Ersten Weltkrieg entdeckt worden. Die Feuerwehr war in den Mittagstunden alarmiert worden, weil aus einer entdeckten Bombe Rauch herauskam. Letztendlich wurde ein ganzes Munitionsversteck entdeckt und es bestand Gefahr wegen möglicher weiterer Lecks an Sprengkörpern.

Andreas Kockartz
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Die Feuerwehr rief den Kampfmittel-Räumdienst der belgischen Armee (DOVO) zum Fundort und die Polizei richtete einen Sperrperimeter rund um den Fundort in der Schipstraat und in der Groenstraat von Zonnebeke ein.

Letztendlich wurden 38 Projektile und Sprengkörper aus dem Ersten Weltkrieg hier entdeckt. Das Projektil, aus dem Rauch kam, erwies sich als Phosgen-Bombe, ist also eine Giftgasbombe, deren Inhalt für die Atemwege extrem gefährlich ist.

Weil nicht auszuschließen war, dass auch von den anderen Projektilen eine Gefahr ausging, wurden zwei weitere DOVO-Räumkommandos herbeigerufen. Die Polizei evakuierte deshalb auch drei Anwesen, die sich in der Windrichtung des Fundortes befanden. Dabei wurden eine Mutter mit zwei kleinen Kindern und zwei ihrer Nachbarinnen eine Zeit lang evakuiert. Die Räumungsaktion dauerte den ganzen Nachmittag lang.

Zonnebeke in der Westhoek ist einer der Orte in Westflandern, die vom Ersten Weltkrieg bis heute gezeichnet sind. Hier fanden lange und schwerste Schlachten statt und noch immer werden hier Gegenstände, Waffen und wie gerade auch wieder, scharfe Munition aus dem Großen Krieg entdeckt. 

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