Das Energieunternehmen C-ground hat einen Antrag zum Bau eines „Energiehügels“ eingereicht. Dieser Hügel soll aus 900.000 Tonnen gesäuberter Erde entstehen. Durch die Höhe dieses Bauwerks soll Strom aus Wasserkraft in einem Volumen von 1 Megawattstunde entstehen. Dieser Energiehügel soll auf dem Industriegelände Genk-Süd Zutendael in der Provinz Limburg entstehen.
Auf einem Industriegelände in Genk entsteht ein "nachhaltiger Energiehügel"
Dort, wo diese Anlage entstehen soll, hat C-ground bereits einen enorme Menge sauberen Sand angehäuft. Inzwischen hat das Unternehmen einen Antrag auf den Bau eines „Energiehügels“ aus rund 900.000 Sand eingereicht, wie C-ground-Geschäftsführer Herman Backaert gegenüber VRT NWS bestätigte: „Wenn dem Antrag zugestimmt wird, starten wir im Herbst mit dem Bau und ich gehe davon aus, dass wir drei Jahre brauchen, um das vollständig zu bewerkstelligen.“
Wie aber soll dieser „Energiehügel“ funktionieren? Herman Backaert von C-ground erklärt: „Wir schaffen einen Niveauunterschied, in dem wir am höchsten Punkt des Hügels ein Wasserbecken bauen und auch an der niedrigsten Stelle. Dieses Wasser wird oben abgelassen, erzeugt durch seine Kraft Strom und wird wieder nach oben gepumpt.“
C-ground ist ein Stromunternehmen
Wenn es zu einer Überproduktion von grünem Strom kommt oder wenn Sonne und Wind viel nachhaltige Energie produzieren, wird ein Teil davon genutzt, um das Wasser aus dem unteren Becken nach oben zu pumpen: „Bei einem Mangel an Strom wird das Wasser oben abgelassen, um beim Herabfließen wiederum Elektrizität zu produzieren. Diese Wasserkraft bringt etwa 1 Megawattstunde Strom mit sich.“
Dieser Hügel ist also quasi eine Art ökologische Hydro-Batterie, die niemals leerläuft, doch es wird auch hier produzierte Elektrizität in einer externen Batterie gespeichert. Dieser Strom kann in das Stromnetz eingespeist werden: „Wir können den Strom sehr günstig herstellen und verkaufen, je nachdem, wie sich die Marktpreise gerade gestalten. In Sachen Angebot und Nachfrage werden wir mit Sicherheit am Markt aktiv werden.“
Nachhaltiger Transport mit Binnenschiffen und Naherholung
Die gesäuberte Erde wird vom flämischen Umweltamt noch kontrolliert und wird mit Schiffen zur Baustelle gebracht, wie Backaert weiter erklärt: „Darum ist die Stelle in Zutendael so attraktiv. Wir können eine solche Menge Erde nicht über die Straße auf eine schnelle Art und Weise befördern.“
Einer der zukünftigen Stromkunden von C-ground könnte die Binnenschifffahrt sein, denn elektrische Binnenschiffe seien die Zukunft des nachhaltigen Transportwesens, so Herman Backaert. Nicht zuletzt kann der „Energiehügel“ auch als Naherholungsort genutzt werden. Bei den Gesprächen mit den betroffenen Gemeinden und Behörden kam diese Idee aus der Nachbargemeinde Bilzen, die diese Anlage in ihr Naturschutzgebiet De Kuilen integrieren will.
