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Gent (Archivfoto)

Tag gegen Homo- und Transphobie: Alle Gemeinden in Flandern hissen die Regenbogenfahne

Schon zum fünften Mal hissen alle rund 300 Städte und Gemeinden im belgischen Bundesland Flandern die Regenbogenflagge am internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie (IDAHOT). Sie tun das als Zeichen gegen Diskriminierung und Hass. „Unsere Gesetze sind nur Papiertiger, wenn es uns nicht gelingt, diese Toleranz auch ins tägliche Leben umzusetzen“, heißt es dazu. Inzwischen steht Belgien wieder auf Rang 2 auf der jährlichen „Rainbow Map“ von ILGA-Europe, dem Dachverband der europäischen LGBTI+-Organisationen. 

Andreas Kockartz
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Dass der 17. Mai der IDAHOT-Tag gegen Homo- und Transphobie ist, hat eine Geschichte. Am 17. Mai 1990 strich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität von der Liste der Geisteskrankheiten. Seit dem ruft Çavaria, der Dachverband der belgischen LGBTQ+-Vereinigungen die Städte und Gemeinden dazu auf, an diesem Tag die Regenbogenflaggen zu hissen. Diesem Aufruf sind in diesem Jahr alle Kommunen in Flandern diese Fahne.

Inzwischen steht Belgien wieder auf Rang 2 auf der jährlichen „Rainbow Map“ von ILGA-Europe, dem Dachverband der europäischen LGBTI+-Organisationen. Unser Land unternimmt viel zum gesetzlichen Schutz gegen die Diskriminierung von Holebi- und Transpersonen und bekommt dafür von ILGA-Europa eine Benotung von 76,4 % auf 100. In Belgien wurde kürzlich erst die Diskriminierung von Gender- und Sexualdiversität ins Strafgesetzbuch aufgenommen.

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Belgian Pride in Brüssel (Archivfoto)

Das bedeutet allerdings nicht, dass es in Belgien keine solche Diskriminierung gibt. Aus Anlass dieses Tages gegen Homo- und Transphobie bezeugten zahlreiche Prominente in Flandern, dass sie sich vor allem in den sozialen Medien stetig Hass und Bedrohung ausgesetzt sehen. Und nicht selten kommt es auch zu gewalttätigen Angriffen auf Homo- oder Transpersonen in Belgien. Noch am Dienstag wurde eine Regenbogenfahne in Opwijk in Flämisch-Brabant angezündet…

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Positive Aktionen

Im Laufe diverser Aktionen gegen Trans- und Homophobie machen aber auch viele positive Beispiele die Runde. So hat die belgische Bahngesellschaft NMBS/SNCB einen Nahverkehrszug in Regenbogenfarben beklebt. Dieser „Trainbow“ wird in den nächsten Wochen in Fahrplänen in ganz Belgien auftauchen und wird auch Teilnehmer der „Belgien Pride“, die am Wochenende stattfindet, nach Brüssel bringen.

Und derzeit hat schon fast jede dritte Kommune in Flandern beim Flämischen Landesamt für Straßen und Verkehr (AWV) einen Regenbogen-Zebrastreifen beantragt, die Landesverkehrsministerin Lydia Peeters (Open VLD) mitteilte.

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Als sehr originell erwies sich die Gemeinde Hemiksem in der Provinz Antwerpen. Hier werden an den Ampeln LGBTQ+-Symbole angebracht. Diese sollen das ganze Jahr über daran erinnern, dass in der Ortschaft jeder willkommen ist und so sein soll, wie er sich gibt. Die Idee dazu holte sich der Stadtrat am Trafalgar Square in London… 

Auch der VRT/RTBF-Funkturm leuchtet in den Farben des Regenbogens

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