Belgiens Staatssekretärin für Asyl und Einwanderung, Nicole De Moor (CD&V), lässt ein Programm zur Begleitung von Flüchtlingen und Asylsuchern, damit diese einen Job finden können, in allen Aufnahmezentren anlaufen. Dies kündigte die flämische Christdemokratin aus Anlass von Rerum Novarum an, dem Fest der christlichen Arbeiterbewegung, dass an Christi Himmelfahrt stattfindet.
Begleitung zur Jobsuche in allen Aufnahmezentren für Asylsucher in Belgien
Es laufen in Belgien bereits einige Projekte, die dabei helfen sollen, Flüchtlingen und Asylbewerbern in unserem Land zu einer Arbeitsstelle zu verhelfen, z.B. am Bau und im Pflegebereich. Doch Asylstaatssekretärin De Moor will „einige Gänge höher schalten.“ Sie will ein allgemeines „Begleit-Trajekt“ in allen Aufnahmezentren, dass maßgeschneidert für alle Asylsucher ist.
Dazu hat sie bereits mit Flanderns Landesarbeitsminister Jo Brouns (ebenfalls CD&V) und mit dem flämischen Arbeitsamt VDAB eine Zusammenarbeit vereinbart. In einer ersten Phase wird das staatliche Einwanderungsamt Fedasil für jedes Zentrum ein passendes Konzept erarbeiten, das auch Arbeitsmöglichkeiten in der jeweiligen Umgebung der Einrichtung anbieten soll.
„In dem sie arbeiten, können Asylsucher Erfahrungen sammeln und unsere Sprachen lernen. Sie haben ein eigenes Einkommen, können auf eigenen Beinen stehen und tragen etwas zur Gesellschaft bei“, so die Staatssekretärin.
Asylbewerber, die als Flüchtling anerkannt sind, würden dank ihrer Arbeitserfahrung einige Schritte weiter in Richtung einer Integration sein: „Und wenn sie kein Asyl bekommen und in ihr Land zurückkehren müssen, kommt deren Arbeitserfahrung dort ebenfalls zur Geltung.“
