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Limburg: Der Radschnellweg auf der alten Trasse der Kohlenbahn

Die Provinz Limburg in Flandern wird in den kommenden Jahren einen neuen Radschnellweg anlegen, der entlang der früheren Kohlenbahn laufen wird. Diese frühere Bahnlinie verband die limburgischen Zechen mit dem belgischen Gleisnetz. Zuerst wird der Radweg zwischen Genk und As angelegt, doch er wird noch viel weiter führen…

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Der neue Radschnellweg, der als F75 bezeichnet ist, wird kurz „Kolenspoor“ genannt, das so viel wie „Kohlenbahn“ bedeutet. Die alte Kohlenbahn verband alle ehemaligen Kohlenzechen des früheren Bergbaugebietes in der flämischen Provinz Limburg. Die Strecke läuft von Heusden-Zolder über Houthalen-Helchteren, Zonhoven und Genk bis nach As und Maasmechelen.

Dieser Radweg wird an verschiedenen Stellen über Anschlussstellen mit weiteren limburgischen Radwegen verbunden: Von As über Dilsen-Stokkem nach Maaseik (F751), von Beringen aus nach Leopoldburg (F754). Weitere Anschlüsse gehen von Hasselt nach Hamont-Achel (F74) und von Genk nach Tongeren (F76).

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Noch liegen die Gleise der alten limburgischen Kohlenbahn

Die „Kolenspoor“ verläuft entlang von einigen Sehenswürdigkeiten und wichtigen Locations, wie dem historischen Bahnhof von As, dem Thor-Park, dem Stadion von KRC Genk und den früheren Zechen von Houthalen, Zolder und Beringen, wo das flämische Bergbaumuseum besucht werden kann. In Genk läuft der Radweg am Kulturzentrum „C-mine“ in der alten Zeche vorbei und in Tongeren sind das Ambiorix-Denkmal und das Gallisch-Römische Museum nicht weit.

77 km Radweg

Der Radschnellweg wird eine wichtige Verbindung quer durch Limburg, wie der Provinz-Abgeordnete und Delegierte für Mobilität, Bert Lambrechts (N-VA) erklärt: „Das wird ein notwendiger Schalter, um das Maasland mit dem Zentrum und dem Westen der Provinz Limburg zu verbinden.“

Insgesamt wird die „Kolenspoor“ eine Länge von 77 Kilometern haben, so Lambrechts weiter: „Schon heute ist der Lauf der F75 ein Radweg, doch es fehlen noch einige Stücke, wo es noch keinen mit Fahrrädern befahrbares Wegstück gibt. Ein wichtiger Teilbereich, der noch angelegt werden muss, ist die Verbindung zwischen Genk und As.“ Gerade hier beginnen die Bauarbeiten dazu in kürze.

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So soll der Radschnellweg auf der alten Kohlenbahn bald aussehen

"Natur erhalten"

Man wolle nicht einfach nur einen 4 Meter breiten Radweg anlegen, so Lambrechts gegenüber VRT NWS: „Der Radschnellweg verläuft nicht nur an wertvollen Naturgebieten, wie der Klaverberg am Abraumberg von Waterschei vorbei. Die alte Kohlenbahn hat im Laufe der Zeit auch viele einmalige Pflanzen und Tiere angezogen. Wir wollen nicht einfach nur einen funktionierenden Radweg bauen, sondern auch die Natur entlang des Weges erhalten.“

Dazu werden u.a. sogenannte „Ökotunnel“ unter dem Radweg durchführen, damit sich Tiere, z.B. Amphibien, wie Frösche, Kröten oder Blindschleichen, ohne ihn zu queren sicher fortbewegen können. Zum Schutz der Fledermäuse soll es an verschiedenen Stellen auch eine dimmbare Beleuchtung geben. Und Schafe sollen zum Mähen der Grünflächen eingesetzt werden.

Das Projekt ist also lanciert und der Radschnellweg zwischen Genk und As soll 2024 fertiggestellt werden. Inzwischen haben die Provinz Limburg, die Anliegerkommunen und die flämischen Landesbehörden dem Projekt zugestimmt, auch wenn noch einige Formalitäten und Genehmigungen erfolgen müssen. Bis 2024 soll alles abgerundet sein, damit das vollständige Projekt nach und nach entstehen kann. Wann der Radschnellweg „Kolenspoor“ komplett fertig ist, bleibt abzuwarten. 

Die Zeche in Beringen ist nur eine der zahlreichen Sehenswürdigkeiten aus der Bergbauzeit in Limburg, an der denen der neue Radschnellweg vorbeiführen wird

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