Durch die anhaltenden Niederschläge haben sich die Pegelstände beim Grundwasser im belgischen Bundesland Flandern deutlich erholt. An fast 9 von 10 Messpunkten der Flämischen Umweltgesellschaft (VMM) sind die Pegel aktuell normal, hoch bis sogar sehr hoch. Vor einem Jahr noch war das an weniger als 35 % der Messpunkte der Fall.
Das alles gebe Anlass zur Hoffnung, so Flanderns Umweltministerin Zuhal Demir (N-VA), „doch wir müssen uns weiter gegen neue Trockenheitsperioden wappnen.“
Auch hier in Flandern bleibt das Frühlingswetter eher bescheiden. Nach März und April ist auch der Mai reich an Niederschlägen. Alleine im April wurden 19 Regentage registriert. Das sind nur für die Natur und die Landwirtschaft gute Nachrichten und auch für die Flämische Umweltgesellschaft (VMM), die inzwischen beruhigende Pegelstände beim Grundwasser meldet.
An fast 9 von 10 Messpunkten der VMM werden normale (32 %), hohe (37 %) oder sehr hohe (19 %) Grundwasser-Pegelstände gemessen. Letztes Jahr wurden in Flandern Ende April noch an 65 % der Messpunkte bedenklich niedrige Pegelstände registriert.
Wir sind viel besser dran als letztes Jahr, doch wir wissen, wie prekär die Situation beim Wasser in Flandern ist. Es ist wichtig, dem Wasser viel mehr Raum zu bieten."
Landesumweltministerin Zuhal Demir
Gerade im Hinblick auf den Jahresanfang sind die Pegelstände, die die VMM jetzt meldet, als hoffnungsvoll zu bezeichnen. Noch vor zwei Monaten standen die Pegel in Flandern noch zu niedrig, was an 82 % der 150 VMM-Messpunkte der Fall war. Nicht zu vergessen sind dabei auch ein zu trockener Sommer und Herbst im vergangenen Jahr, was die Pegelstände des Grundwassers auf bedenklich niedrige Niveaus brachte.
Landesumweltministerin Zuhal Demir (N-VA) reagierte gegenüber VRT NWS vorsichtig positiv auf die aktuellen Grundwasserreserven: „Wir sind viel besser dran als letztes Jahr, doch wir wissen, wie prekär die Situation beim Wasser in Flandern ist. Es ist wichtig, dem Wasser viel mehr Raum zu bieten, damit der Regen, der jetzt fällt, nicht einfach wegfließt, sondern für die kommenden trockenen Perioden aufgefangen werden kann.“
Demir erinnert daran, dass dazu Feuchtgebiete ebenso erforderlich sind, wie Auen und unversiegelte Flächen, damit Wasser in den Boden gefiltert werden kann: „Wir müssen nasse Natur, Vennlandschaften und Täler wieder herstellen und Auffangbecken schaffen.“
