Die Universität Antwerpen (UAntwerpen) ist auf Suche nach Blaukrabben, auch Blaue Schwimmkrabben genannt. Dies ist eine eher seltene Krabbe, gilt aber als invasive Tierart, die aus Nordamerika nach Europa gekommen ist. Noch sind Blaukrabben hierzulande nicht sehr oft gesehen worden. Sie sollen aber auf dem Vormarsch sein. In Deutschland wurde kürzlich eine solche Krabbe gesehen, weshalb die Uni jetzt genauer darauf eingehen möchte.
Tot oder lebend: Die Antwerpener Universität sucht Blaue Schwimmkrabben
Für die Wissenschaftler der Antwerpener Uni wäre es wichtig, tote oder lebende Blaue Schwimmkrabben zu bekommen, um untersuchen zu können, welchen Schaden sie bei den heimischen Krabben- oder Krebsarten sie anrichten können, wenn sie sich zu sehr hier verbreiten.
Der Aufruf der Uni erfolgt, nach dem man in Deutschland eine lebende Blaukrabbe gefunden hat und nach Meldungen aus Südeuropa, nach denen sie dort bereits immer öfter auftaucht.
Diese Krabbenart kommt aus dem nördlichen Amerika und kann im Prinzip in unseren kälteren Regionen nicht überleben und gerade dies will die Universität genau wissen, in dem sie die Blaukrabben untersucht und ihren Bestand monitort. Professor Jonas Schoelynck von Uni sagt, warum man sie erforschen will: „Durch das sich verändernde Klima könnte sich diese Art hier niederlassen und dann sind wir am besten darauf vorbereitet.“
Erste Sichtung in Flandern war 1993
„Die Blaue Schwimmkrabbe ist hier nicht wirklich ein Neuling“, so Schoelynck weiter, „denn wie wurde schon 1993 zum ersten Mal lebend in Flandern gesehen, doch seit dem ist nur eine geringe Zahl an Sichtungen registriert. Auch in unseren Nachbarländern gibt es nur wenig Menschen, die sie schon gesehen haben. Doch durch die jüngste Wahrnehmung in Deutschland bitten wir die Leute darum, solche Krabben bei Sichtung bei uns vorbeizubringen.“
Tote Exemplare seien zwar auch willkommen, doch die Uni richtet spezifisch einen Aufruf an Berufsfischer und an Leute, die sich oft Stränden aufhalten, zu versuchen, auch lebende Blaukrabben zu fangen. Die Krabben kommen wenn, dann an den Nordseestränden, entlang der Schelde bis Antwerpen und dort in den Hafenbecken vor.
Von jedem Tier wird dann die DNA bestimmt und es wird abgemessen. Zudem wird deren Verhalten studiert. Exotische Krabben wie diese können mit heimischen Tieren und Organismen in den Konkurrenzkampf treten, diese zurückdrängen und auch Schaden an der Umwelt anrichten, so Professor Schoelynck: „Sie können indirekt auch eine Bedrohung für unsere Fischpopulation darstellen.“
